Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Tropisches Monsunklima mit Trockenzeit zwischen November und
April; 90% des Jahresniederschlags während des Südwestmonsuns April bis
Oktober; durchschn. Jahrestemp. 26° C, Temp. im September 29° C, im Januar
19° C.
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
(d)
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(e)
bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in
bestimmten ländlichen Gebieten.
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
mittleres Risiko
in den östlichen Landesteilen mit höherem Anteil von
P.falciparum östlich des Brahmaputra, vor allem in den Grenzgebieten zu
Myanmar und Indien mit der Chittagong-Division im SO und dem sog. "Teegarten"
an der Grenze zu Meghalaya im NO;
geringes Risiko
vorwiegend durch P.vivax in den westlichen Landesteilen
mit dem Ganges-Delta; prinzipiell ist die Übertragung höher in der Regenzeit, geringer in der
Trockenzeit; in größeren Städten ist mit geringem
Risiko während und nach der Regenzeit zu rechnen;
Dhaka gilt als malariafrei
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur
notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art
und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren
Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten).
Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Der Erreger der Cholera kommt in der Region regelmäßig vor. Polio Wildvirus Typ 1 tauchte nach einer Pause von über 5 Jahren 2006 bei 18 paralytisch erkrankten Kindern in diversen Landesteilen wieder auf. Die Herkunft des Erregers ließ sich nach Nordindien lokalisieren. Seither wurden keine weiteren Fälle gemeldet. Hygiene und Impfschutz (Polio) beachten.
Milzbrand: 14 Einwohner eines Dorfes im Tangail Distrikt sind an der bakteriellen Infektion erkrankt. Alle Betroffenen hatten Anfang April Kontakt mit dem Fleisch einer infizierten Kuh. Nahrungsmittelhygiene beachten, Tierkontakte meiden.
Vogelgrippe: Insgesamt wurden 7 Fälle von Vogelgrippe bei Menschen registriert, davon 3 in 2012 und einer in 2013. Der erste war 2008, 2 weitere waren 2011 aufgetreten. Kontakt zu Geflügel meiden.
Trinkwasser / Nahrungsmittel: Durch mineralische Arsenvorkommen im Boden ist in weiten Teilen
des Landes mit einer erhöhten Belastung des aus Grundwasser (Brunnen)
geförderten Trinkwassers sowie des Getreides (vor allem Reis) mit Arsenikalien
zu rechnen. Betroffen sind 61 der 64 Distrikte, am stärksten im SW des Landes.
Hier wurden in einzelnen Brunnen Arsenkonzentrationen von mehr als 500 µg/l
gemessen. Die zulässige Höchstmenge im Trinkwasser wird in Bangladesh mit
0,05 ug/l angegeben; nach WHO-Standard liegt sie weltweit bei 0,01 µg/l. Durch
übliche physikalische oder chemische Maßnahmen (Abkochen, Desinfizieren)
werden die toxischen Verbindungen nicht eliminiert. Für Kurzzeitreisende
erscheint die temporäre Exposition tolerabel. Bei Langzeitaufenthalten sollte
eine spezielle Beratung durch einen Toxikologen bzw. Wasserhygieniker
erfolgen.
Medizinische Versorgung: Außerhalb der Hauptstadt ist mit erheblichen Engpässen
bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Adaequate
Ausstattung der Reiseapotheke (Zollbestimmungen beachten,
Begleitattest ratsam), Auslandskrankenversicherung mit Abdeckung des
Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle dringend empfohlen.
Sicherheitshinweis: Von Besuchen der drei Distrikte Rangamati, Khagrachari und Bandarban (Chittagong Hill Tracts, SO) wird aufgrund von bewaffneten Unruhen abgeraten. Reisende sollten sich vor Reiseantritt und nach Möglichkeit auch stets bei örtlichen Bekannten und Kollegen sowie durch die Medien über die tagesaktuelle Sicherheitslage informieren (www.auswaertiges-amt.de).
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.