Um alle Informationen über die Opfer der Flutwellen in Thailand auf dem neuesten Stand zu halten, haben amtliche Stellen und private Einrichtungen gemeinsam die thailändische Informationszentrale (Official Thai Tsunami Information Center) eingerichtet.
Hier sollen alle Informationen zusammenlaufen. Verwandte von vermissten Personen haben hier die Moeglichkeit alle Details Ihrer vermissten Angehoerigen in eine Datenbank einzutragen. Ausserdem besteht über die Suchfunktion die Möeglichkeit nach Vermissten zu suchen. Die URL der mehrsprachigen Website lautet: www.csiphuket.com/.
Für die betroffenen Ferienort in Thailand wurden von der tailändischen Regierung mehrere Hotlines eingerichtet.
Phuket: 0066 - 7621-6101 und 0066 - 7621-1001
Phang Nga: 0066 - 7641-1525 und 0066 - 7641-1179
Krabi: 0066 - 7561-1302 und 0066 - 7652-4161
Trang: 0066 - 7521-4382
Satun: 0066 - 7472-2121 und 0066 - 7472-2296
Ranong: 0066 - 7781-3401 und 0066 - 7782-3257
Außerdem könnten sich Angehörige an das Informationszentrum des thailändischen Außenministeriums wenden.
Telefon 0066- 2 - 643-5000 oder Fax 0066 - 2 - 643-5256
Aktuelle Meldungen aus Phuket bieter das Phuket Disaster Forum.
www.khaolakguide.de/ ist die Startseite für weitere Informationen aus dem fast vollständig zerstörten Khao Lak.
Unter www.khaolak.info/ gibt es ein Forum für die Suche nach Vermissten in Khao Lak.
Die meisten Opfer sind in Khao Lak, auf Phuket und den umliegenden Inseln zu beklagen. Nach offziellen Meldungen liegt die Zahl der toten bei 5300, davon etwa 2400 Ausländer. Es werden jedoch immer noch 6500 Menschen vermisst. Zudem bereisten zur Zeit des Unglücks viele Individualreisende das Land, die zahlenmäßig nur schwer zu erfassen sind. Es gibt allerdings eine Reihe von Gebieten, die von der Flutwelle verschont geblieben sind, hier ist Urlaub machen durchaus möglich.
Phuket
Die Schäden auf Phuket stellen sich ganz unterschiedlich dar. Höher liegende Hotels wie z. B. ´The Mangosteen Resort & Spa` wurden überhaupt nicht beschädigt. Hotels, die am Strand von Karon, Patong oder Kata liegen, melden dahingegen zum Teil sehr starke Schäden. Zurück gelagerte Hotels im Lagunendistrikt, wie z.B. das ´Banyan Tree Hotel` wurden ebenfalls nur wenig von den Auswirkungen der Flutwelle betroffen.
Informationen über den Zustand der Hotels in Phuket und die Adressen der Hotels gibt es unter www.phuket.com/hotel-status.htm
Khao Lak
Der wunderschöne Küstenstrich von Khao Lak ist so gut wie komplett zerstört. Hier sind die meisten Opfer, Einheimische und Touristen zu beklagen. Für diese Region können keine weiteren Buchungen mehr vorgenommen werden.
Ko Phi Phi
Bis auf wenige Hotels ist die touristische Infrastruktur komplett zerstört. Das Hotel ´Phi Phi Island Village` meldet, dass sich die Schäden noch in Grenzen halten. Die Insel kann jedoch derzeit nicht mehr bereist werden.
Ko Lanta:
Die Flutwelle hat zum Teil nur geringe Schäden angerichtet. Einige Hotels wurden geschlossen. Andere Hotels wie z. B. das ´Pimalai Resort & Spa` berichten, dass die Suiten am Meeresrand sowie das Strandrestaurant beschädigt wurden, der Hotelbetrieb aber bei 80 Prozent Belegung wie gewohnt weiter geführt wird. Das neu eröffnete ´Layana Resort & Spa` vermeldet ebenfalls Schäden an den Beach Front Suiten. Des weiteren wurde die Gartenanlage überspült.
Ko Yao, Ko Racha
Das Resort ´The Racha` meldet Schäden an der Hotelanlage. Alle Touristen sind aber wohlauf. Das Hotel ´Paradise Ko Yao` verzeichnete keinerlei Zerstörungen. Diese Destination kann also als Alternative angeboten werden.
Ko Samui, Ko Phangan, Ko Tao
Die Flutwelle hat diese Inseln nicht erreicht. Es liegen somit keine Schäden oder Reiseeinschränkungen vor.
Pattaya, Jomtien
Die Flutwelle hat Pattaya und Jomtien nicht erreicht. Es liegen somit keine Schäden oder Reiseeinschränkungen vor.
Ko Chang, Ko Samed
Die Flutwelle hat diese Inseln nicht erreicht. Es liegen somit keine Schäden oder Reiseeinschränkungen vor.
Hua Hin, Cha Am
Die Flutwelle hat Hua Hin und Cha Am nicht erreicht. Es liegen somit keine Schäden oder Reiseeinschränkungen vor.
Quelle: Go Asia
Unter www.goasia.de/home/INFO/hotelliste.pdf steht eine Liste von Hotels in Thailand mit Beschreibung eventueller Beschädigungen zum Download zur Verfügung.
Frank Haussels, Marketing-Manager des Fremdenverkehrsamts Thailand in Deutschland, berichtete, am 18. Januar auf der CMT in Stuttgart, dass in Phuket mit der Kamala Bay und dem Patong Beach nur zwei Abschnitte der Region hart von der Flutwelle getroffen worden seien. „423 Hotels, also 82 Prozent, sind in Ordnung und können sofort weiter betrieben werden.“ Am schlimmsten habe es die Provinz Phang Nga erwischt, wo in Khao Lak 90 Prozent der Hotelanlagen zerstört worden seien. Hier sind mit 2500 getöteten oder vermissten Touristen die meisten ausländischen Opfer, darunter 668 Deutsche, zu beklagen. Auch das Inselparadies Phi Phi in der Provinz Krabi wurde teilweise schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Insgesamt kamen 5300 Menschen in Thailand ums Leben. Die thailändische Regierung hat Haussels zufolge als erste Soforthilfe umgerechnet 1,35 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, „wir gehen davon aus, dass in zehn bis zwölf Monaten die am stärksten betroffenen Regionen wieder das Niveau wie vor der Flut haben“. In den anderen Gebieten soll der Wiederaufbau bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Glück im Unglück für die Korallenriffe vor der Küste. Rund 95 Prozent davon sollen den Tsunami unbeschadet überstanden haben. Es ist laut Haussels beschlossene Sache, dass ein Flutwellen-Warnsystem mit qualifizierten Ansprechpartnern für die Region aufgebaut wird. Thai Air habe den Flugbetrieb zwar am 27. Dezember 2004 wieder aufgenommen und musste bislang einen Passagierrückgang um zehn Prozent hinnehmen. „Die Kunden waren derart verunsichert, dass in der ersten Woche nach der Katastrophe selbst Ziele in China und auf Bali storniert wurden“, berichtet Rotter, „seitdem aber differenzierter über die betroffenen Regionen berichtet wird, haben wir seit dieser Woche die ersten Neubuchungen im Sommer für Sri Lanka und die Malediven“. Die Verbraucher aufklären stehe deshalb an erster Stelle, um den betroffenen Menschen, von denen zigtausende vom Tourismus leben, zu helfen.