Er gehört nun mal zur Familie - und darum darf er auch im Urlaub dabei sein. Selbst dann, wenn es an Bord geht. Da muss er schon allein wegen seines Namens mit: Skipper. Nun ist dieser Skipper, ein dreijähriger Schäfer-Mix, wie es sein Name schon verrät, ein eher wasserscheues Exemplar der Gattung Hund. Will heißen: Er war noch nie im Wasser, kann demzufolge wohl auch nicht schwimmen.
Schließlich wurden die Boote ja erfunden, um darauf zu fahren und nicht um neben her zu schwimmen. Jeder "echte" Skipper wird mir recht geben. Klar, dass Skipper deswegen mit einer leuchtend orangenen Hunde-Schwimmweste ausgestattet ist.
Was wurde er während unserer Tour auf der Müritz und den angrenzenden Wasserstraßen belächelt. "Sieh mal, der Hund hat ja eine Schwimmweste..." grinsten Landratten wie andere Skipper-Familien. Na und, meinte unser Skipper, der Hund - und ertrug die leicht spöttischen Bemerkungen und Blicke mit großer Gelassenheit.
Ist es so abartig, wenn hund auf dem Boot eine Schwimmwest trägt? Wir meinen, nein. Denn was, wenn er mit den Enten oder Schwänen spielen möchte und von Bord hüpft. Wie soll man ihn denn dann retten? Die spezielle Hundeschwimmweste hat einen Griff am Rücken, da kann man den Vierbeiner entweder mit der Hand greifen oder mit dem Bootshaken ans Schiff manövrieren. In Schweden übrigens sind solche Westen Pflicht.
Nicht nur auf dem Hausboot, noch mehr auf Segelbooten und selbst auf Kanus und Paddelbooten sind Schwimmwesten angebracht. Sie dienen einfach der Sicherheit des Vierbeiners und sie erleichtern den großen Skippern, also Frauchen oder Herrchen, das Tier im Falle eines (Rein-)Falles relativ einfach wieder an Bord zu hieven.
Info: Obwohl die meisten Hunde schwimmen können, neigen sie schnell zur Ermüdung. Für einen Hund ist es fast umöglich, ohne fremde Hilfe an Bord zurückzuklettern. Diese Hundeschwimmwesten sind mit zwei Gurten die um den Körper geführt werden, einem Verschluß am Hals und einem Bergegriff ausgestattet.