Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Im Süden subtropisch bis tropisches Monsunklima (Sommermonsun) mit
hohen Temperaturen (durch schnittliche Januar-Temperatur in Kanton 13,5 °C,
Juli-Temperatur 29 °C); im Osten warm gemäßigt mit nach Norden hin zunehmend
kalten Wintern; im Landesinnern Steppen- und Wüstenklima mit extremen
Temperaturgegensätzen; in Tibet trockenkaltes Gebirgsklima; durchschnittliche
Juli-Temperatur in Peking 26 °C, durchschnittliche Januar-Temperatur -4,7
°C.
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 9 Monaten). Die Impfung ist nicht erforderlich für die speziellen
Verwaltungseinheiten Hongkong und Macao.
bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
(e)
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(f)
bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in
bestimmten ländlichen Gebieten. Vorkommen ganzjährig
ländliche Gebiete im S und SO, saisonal (April – Oktober) im O und NO; frei
sind Xizang (Tibet), Xinjiang und Quinghai
(g)
Eine Gefährdung besteht im N mit den höchsten
Fallzahlen in der Provinz Heilongyiang entlang des Amur, mit weiteren Herden in
den Provinzen Jilin, der Inneren Mongolei und der Xinjiang-Uygur Autonomen
Region im NW. Hauptübertragungszeit Mai-Juni.
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
mittleres Risiko mit Anteil von P.falciparum nur in den Provinzen Hainan (Insel)
und den tiefer liegenden Gebieten im S von Yunnan;
geringes, vorwiegend saisonales
Risiko, ausschließlich P.vivax, herdförmig in folgenden Provinzen:
Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, nach Norden abnehmend;
sehr geringes, saisonales
Risiko, ausschließlich P.vivax, nach Norden auslaufend, herdförmig in
folgenden Provinzen: Anhui, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi;
sehr geringes Risiko auch im N von Hongkong außerhalb des Stadtgebietes;
kein Risiko in den übrigen (nördlichen und westlichen) Landesteilen, in
Taiwan, in Großstädten einschl. Hongkong und Macao sowie in Höhenlagen über
1.500 m.
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
In Abhängigkeit von der Reisebedingung kann die Mitnahme von
Anti-Malaria-Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung
(Stand-by-Behandlung) sinnvoll sein. Zu Art und Dauer der Behandlung fragen Sie
Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten
reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten). Malariamittel sind
verschreibungspflichtig.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. CholeraCholera und Typhus kommen in China sporadisch vor. Betroffen sind
die Küstenregionen einschließlich der Großstädte wie Hongkong und Shanghai.
Infektionsquelle sind gewöhnlich unzureichend gegarte Meeresfrüchte. Reisende
sollten Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene beachten, ggf. Impfung gegen
Typhus.
Polio: Nachdem China 11 Jahre lang poliofrei war, sind zwischen Juli und
Dezember des vergangenen Jahres 21 Erkrankungen aufgetreten, vorwiegend in der
autonomen Region Xinjiang (NW). Genetische Analysen haben einen Import des
Virusstammes aus Pakistan bestätigt. Von einer weiteren Ausbreitung ist
auszugehen. Bei Reisen nach China sollte der Polio-Impfschutz überprüft und
ggf. aufgefrischt werden.
Tollwut: China ist nach Indien und Bangladesh das Land mit den
dritthöchsten Fallzahlen bei Menschen und Tieren, speziell Hunden. Bei
verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine vorbeugende
Impfung wird vor allem bei vorhersehbarem Risiko und bei längeren Aufenthalten
dringend empfohlen. Eine Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt
sollte rechtzeitig vor der Reise erfolgen.
Vogelgrippe: Seit 2003 hat die hochpathogene Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1)
- mit einer 15-monatigen Pause vom Frühjahr 2004 bis zum Herbst 2005 - in
diversen Landesteilen immer wieder zu örtlichen oder regionalen Ausbrüchen
bei Wildvögeln und Nutztieren geführt. Insgesamt wurden in China bisher 42
menschliche Erkrankungen und 28 Todesfälle gemeldet. Alle Erkrankungen traten
isoliert in unterschiedlichen Provinzen auf. Nach einer 18-monatigen Pause gab
es im Dezember eine bestätigte Infektion bei einem 39-jährigen Mann, der in
der Nähe von Hong Kong lebt. Er verstarb am 31. Dezember. Am 22. Januar
verstarb ein weiterer Mann aus der Provinz Guizhou (SW). Bei der Mehrzahl der
Patienten konnte Kontakt zu Geflügel nachgewiesen werden.
Medizinische Versorgung: Die medizinische Versorung ist mit der in Europa nicht zu
vergleichen. Hinzu kommen gravierende Sprachprobleme, da auf dem Land und auch
in größeren Städten oft keine englisch- oder französischsprachigen Ärzte
anzutreffen sind.
Tollwut: Moderne Gewebekultur-Impfstoffe und homologes Immunglobulin im Land
schwer erhältlich. Im Bedarfsfall an deutsche Vertretung (Vertrauensarzt)
wenden. Bei vorhersehbarem Risiko prophylaktische Impfung vor Reise
empfohlen.
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
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