Vom 16. bis zum 24. Januar 2010 findet wieder die Stuttgarter Reisemesse CMT statt. Als Partnerländer mit dabei sind diesmal die Karibik und die Türkei. Kampanien ist die Partnerregion für den Campingbereich. Außerdem gibt es ein KulturSpezial RUHR201 und die Untermessen Radreisen mit Wandern, Golf, Kreuzfahrt- und SchiffsReisen und KulturReisen.
Trotz Krise lassen sich die Deutschen das Verreisen, eine ihrer wichtigsten Freizeitbeschäftigungen, nicht nehmen. Ein gutes Vorzeichen dafür ist die CMT in Stuttgart. Auf der ersten Reisemesse im Jahr 2010 werden 1850 Aussteller aus 95 Ländern präsent sein. Die CMT verzeichnet in einigen Teilbereichen erfreuliche Zuwächse und trotzt daher der aktuellen Wirtschaftskrise, die sich auch im Tourismussektor negativ niedergeschlagen hat.
Auf dem ausgebuchten Messegelände wird das „Mutterschiff CMT“ wird von den „Töchtern“ Fahrrad- und ErlebnisReisen mit Wandern am ersten Wochenende sowie Golf- und WellnessReisen plus Kreuzfahrt- und SchiffsReisen am zweiten Wochenende flankiert. Nicht zu vergessen die KulturReisen am Freitag und Samstag, 22. / 23. Januar. Der „Motor-Bereich“ – das „M“ in CMT – wird an allen neun Messetagen in einer eigenen Halle stattfinden.
Trotz des derzeit schwierigen Umfeldes beinhaltet der Motor-Bereich zahlreiche Highlights. Im Mittelpunkt der „M-Halle“, für die u.a. der Motorsport-Club Stuttgart e.V. (MCS) mitverantwortlich zeichnet, steht die Cabrio-Sonderschau, die in dieser Zusammensetzung einmalig in Deutschland ist. Sie wurde in Kooperation mit der Motor Presse Stuttgart entwickelt. Nur in Stuttgart auf der CMT können die Besucher alle aktuellen Cabrios in einer Gesamtschau sehen. Die „Frischluftautos“ sind Ausdruck von Freizeitvergnügen und somit eine wichtige Brücke zu den Ausstellungsschwerpunkten der Urlaubsmesse. Mehr als 40 Cabrios konkurrieren auf rund 1000 Quadratmeter Fläche um die Gunst des Publikums. Wer sich für Cabrios interessiert -und dies ist zunehmend auch die Altersgruppe ab 50 Jahre – ist bei der CMT genau richtig.
Zu entdecken ist zudem Europas modernste Tourenwagenserie, die Deutsche Tourenwagen-Masters, DTM. Die Internationale Vereinigung ITR stellt die DTM-Rennserie vor und ist mit den Siegerfahrzeugen von Audi und Mercedes präsent. Im Rahmenprogramm präsentieren sich die Teams von Audi und Mercedes-Benz, deren Rennfahrer Autogramme geben und Fragen beantworten. Einen neuen Akzent bringt die mit der Motor Presse Stuttgart konzipierte Sonderausstellung „Motorrad und Roller“. Dabei sind die neuesten Modelle von Triumph, Harley Davidson und Honda bis hin zu Motorrollern zu sehen. Diese Sonderschau wird im Ausstellungsteil ergänzt durch Firmen wie BMW, Triumph, Piaggio, Aprilia und Anbietern von Motorradreisen. Neben den attraktiven Sonderschauen zeigen viele Automobilmarken ihre aktuellen Modelle, z. B. Mercedes Benz das neue T-Modell der E-Klasse. Firmen wie Opel, Saab oder Smart runden das vielfältige Angebot ab. Außerdem wird erstmals das Rally-Team „Aquarabia“ auf der CMT präsent sein und über die Rally Allgäu Orient sowie das Thema „Wasser für Arabien“ informieren.
Nach Argentinien in 2009 ist die Karibik als Übersee-Partner auf der CMT Flagge zeigen. Sonne in rauen Mengen, unendliche Palmenstrände, türkisfarbenes, glasklares Meer - die Karibik ist eine der Traumregionen im westlichen, tropischen Teil des Atlantischen Ozeans. In der Karibik lebt ein Völkergemisch mit insgesamt etwa 35 Millionen Einwohnern in 35 autonomen Inselstaaten. Laut der Caribbean Tourism Organisation haben 2008 rund 390.000 Deutsche ihren Urlaub dort verbracht. Damit ist Deutschland nach den US-Amerikanern, Briten und Spaniern einer der wichtigsten Quellmärkte für die Karibik. Zu den größten Magneten für deutsche Urlauber in der Karibik zählen - gemessen an den Besucherzahlen - die Dominikanische Republik und Kuba. Die Motive für deutsche Urlauber sind eindeutig: Klima, Strände, karibische Atmosphäre, Tauchen und Wassersport, Segeln, Hochzeitsreisen, Wellness und Kreuzfahrten.
Mit Sonne, Stränden und Meer kann auch die Türkei aufwarten, die Europa auf der CMT 2010 vertritt. Die Südküste zwischen Antalya im Westen und dem Kap Anamur im Osten, auch als Türkische Riviera bekannt, ist eines der touristischen Zentren des Landes. Daneben ist für Badeurlauber die Ägäis-Küste beliebt. Von den 26,34 Millionen (2008) Türkeibesuchern insgesamt stammten nach Auskunft des türkischen Tourismusministeriums 4,415 Millionen aus Deutschland und machten es damit vor Russland (2,88 Mio.), Großbritannien (2,17 Mio.) und Bulgarien (1,255 Mio.) zum wichtigsten Quellmarkt der Türkei. Auch im vergangenen Jahr gehörte die Türkei zu den Gewinnern unter den Mittelmeerländern und erreichte (Stand September 2009) im Gegensatz zu Spanien und Griechenland sogar Zuwächse um mehr als sechs Prozent.
Kampanien ist die Camping-Partnerregion der CMT 2010. Seine rund 5,8 Millionen Einwohner konzentrieren sich größtenteils im Ballungsgebiet der Hauptstadt Neapel. Namen wie Sorrento, der Golf von Neapel, Ischia, Capri und die Amalfi-Küste lassen Urlauberherzen höher schlagen. Kampaniens Wirtschaft besteht aus Nahrungsmittelproduktion, Weinbau und Tourismus. Die Region blickt auf eine bald dreitausendjährige Geschichte zurück und hat kulturell viel zu bieten. Archäologische Ausgrabungsstätten wie Paestum, Pompeji und Herculaneum sind Zeugen einer großen Vergangenheit. Im Jahr 2007 ließen sich laut ENIT mehr als 4,6 Millionen Touristen, darunter fast 226.000 deutsche Urlauber, von der Schönheit Kampaniens verzaubern. Im selben Jahr wurden in ganz Italien insgesamt 8,7 Millionen Urlauber registriert, die Camping machten oder im Feriendorf übernachteten. Kampanien liegt mit knapp 400.000 Menschen, die diese Art des Urlaubs bevorzugten, an siebter Position.
Die Caravaning-Branche präsentiert sich auf der CMT 2010 mit einer Fülle von Neuheiten. Zahlreiche Reisemobile und Caravans feiern auf der Stuttgarter Urlaubsmesse ihre Weltpremiere – mit mehr als 40 neuen Modellen sind es so viele wie kaum zuvor. Der C-Teil ist ausgebucht mit 80 verschiedenen Marken, was eine deutliche Steigerung gegenüber 2009 (71 Marken) darstellt. Für die CMT-Besucher bedeutet dies eine erweiterte Übersicht über die komplette Angebotspalette der Branche. Mehr als 700 Reisemobile und Caravans bilden ein einmaliges Schaufenster der Branche zum Start in die neue Reisesaison. Die Innovationskraft der Hersteller wird durch die Vielzahl der Weltpremieren auf der Messe deutlich.
Neben den beiden traditionellen Partnerländern bzw. der Partnerregion im C-Teil wird die Metropole Ruhr –Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, als „KulturSpezial“ mit einem hochwertigen Programm die CMT 2010 im Bereich KulturReisen bereichern. RUHR.2010 betritt als echter Newcomer die urbane Bühne Europas. Die Region ist geprägt durch die Hinterlassenschaften der industriellen Ära und die unbegrenzten Möglichkeiten des nachindustriellen Zeitalters. Und wenn es richtig ist, dass die großen Herausforderungen und Entwicklungschancen moderner Gesellschaften insbesondere in den Städten zu beobachten und zu bewältigen sind, dann gilt das für das Ruhrgebiet in einer besonderen Weise. Hunderte Kulturinstitutionen, Künstler und Kulturschaffende in der Metropole Ruhr sind seit Jahren die Basis dieses Wandels und bilden eine der reichsten Kulturlandschaften Europas. RUHR.2010 integriert als erste Kulturhauptstadt Europas das Thema „Kreativwirtschaft“ ins Gesamtkonzept. Auch im Rahmenprogramm wird sich die europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 hochkarätig auf der CMT präsentieren. Die KulturReisen finden zum ersten Mal an zwei Tagen (22. / 23. Januar) statt und werden am ersten Tag mit dem Kultur-Tourismus-Kongress „Stuttgart CULTURE Open“ als Branchentreff der Kulturszene abgerundet. Die Fachbesucher erwartet ein hochkarätiges Programm mit namenhaften Referenten und vielen Kulturexperten.
Deutschland als Reiseziel demonstriert in der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten Stehvermögen: Im Zeitraum Januar bis Oktober 2009 lag die Zahl der Gästeübernachtungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts mit 324 Millionen auf dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland blieb mit 276 Millionen nahezu unverändert, während die Zahl ausländischer Besucher um vier Prozent auf 48 Millionen abnahm. Deutschland-Spezialist Ameropa erzielte 2009 einen Gästezuwachs um vier Prozent und repräsentiert damit alle Veranstalter, die das Inland im Angebot haben und steigende Buchungszahlen vermelden. Die stabile Nachfrage hat zur Folge, dass Deutschlandurlaub 2010 - im Gegensatz zu den meisten ausländischen Zielen - unter dem Strich nicht billiger wird.
Gewinner das Jahres waren die beiden großen Stadtstaaten und die drei Küstenländer: Berlin und Hamburg steigerten ihre Übernachtungszahlen um jeweils fünf Prozent. Mecklenburg-Vorpommern erreichte ein Plus von vier Prozent, Schleswig-Holstein und Niedersachsen steigerten sich 2009 um mehr als zwei Prozent. Als einziges Bundesland ohne Strand registrierte Thüringen einen Zuwachs von zwei Prozent. Die Verlierer der Saison liegen im Süden und Westen der Republik: Das Saarland (-7 Prozent), Nordrhein-Westfalen (-5 Prozent) sowie Bayern und Baden-Württemberg (je -2,5 Prozent) spüren die Rezession in der Tourismusbranche. Die Region Stuttgart war neben Düsseldorf mit einem Minus von mehr als zehn Prozent das bundesweite Schlusslicht – beide Ziele litten besonders unter rückläufigen Geschäftsreisen.
In Zeiten mit stagnierenden Einkommen und steigender Arbeitslosigkeit entdecken die Deutschen Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil neu. Auf 1200 Campingplätzen in Deutschland checkten nach Auskunft des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland von Januar bis August knapp sechs Millionen Menschen ein und bescherten dieser zuweilen übersehenen Sparte des Herbergsgewerbes ein sattes Wachstum von rund zehn Prozent. Der erstaunliche Erfolg basiert auf der Innovations- und Investitionsbereitschaft der Platzbetreiber, die ihre Anlagen kontinuierlich aufwerten und damit die gestiegenen Komfortansprüchen der Kunden befriedigen. Zudem erweitern die Campingplätze ihre Zielgruppe, indem sie mit Mietangeboten für Wohnwagen, Hütten und Ferienhäusern auch Urlauber ohne eigene Camping-Ausrüstung erreichen. Rund 40 Prozent aller Camper zieht es in die norddeutschen Küstenländer, mehr als 30 Prozent schlagen in Bayern und Baden-Württemberg ihr Quartier auf.
Kein Jahr lässt die Kreuzfahrtbranche ohne Rekorde verstreichen. Der neue Gigant Oasis of the Seas, den die Reederei Royal Caribbean im Dezember taufte, stellt mit 5400 Betten alle Feriendampfer in den Schatten. Die Kapazität der „deutschsprachigen“ Schiffe wuchs 2009 durch die Neuankömmlinge Mein Schiff von TUI und AidaLuna um über 4000 Betten, der im Februar mit der AidaBlu der siebte Neubau des deutschen Marktführers Aida Cruises folgt. Laut DRV erzielte Deutschlands Kreuzfahrtanbieter 2009 ein Umsatzplus von zehn Prozent und waren damit die erfolgreichste Sparte der Tourismusbranche. Dennoch bläst den erfolgsverwöhnten Reedern in der Wirtschaftskrise der Wind ins Gesicht, was sich in den Insolvenzen traditionsreicher Veranstalter wie Transocean Tours und der Flusskreuzfahrtensparte der Deilmann-Reederei widerspiegelte. Überkapazitäten auf hoher See und auf den Flüssen sorgen für einen Preisverfall, dem sich die Anbieter von Luxuskreuzfahrten nicht entziehen konnten. Unter dem Strich stieg der Marktanteil der Kreuzfahrtsparte am gesamten Touristikmarkt 2009 weiter an.
Samstag, 16. Januar, bis Sonntag, 24. Januar 2010
Öffnungszeiten: Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr
Eintrittspreise: Die Tageskarte kostet wie im Vorjahr 12 Euro, inklusive VVS-Ticket. Kinder unter sechs Jahren (in Begleitung Erwachsener) haben freie Fahrt mit dem VVS und bezahlen keinen Eintritt. Ermäßigte Tickets für Schüler, Studenten, Erwerbslose und Umschüler vom Arbeitsamt, Wehr- und Zivildienstleistende, Rentner und Schwerbeschädigte kosten 8 Euro, inklusive VVS. Gruppen ab zehn Personen bezahlen 10 Euro pro Kopf, ohne VVS. Das Familienticket, max. zwei Erwachsene und alle zur Familie gehörenden Kinder bis 16 Jahre, kostet 26 Euro, inklusive VVS. Für späte Messebesucher gibt es außerdem täglich ab 15.30 Uhr eine „Happy Hour Card“ für 5 Euro, ohne VVS. Eine Dauerkarte kostet 20 Euro ohne VVS, der Katalog ist für 2 Euro zu haben.