Elmshorn – Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Elmshorn zwischen Marsch und Geest

Die St. Nikolai-Kirche in Elmshorn. Foto: © Alpha-Maus - Fotolia.com

Die schleswig-holsteinische Stadt Elmshorn liegt im Kreis Pinneberg nordwestlich von Hamburg. Die Umgebung der Stadt ist idyllisch: Das Flüsschen Krückau, ein Nebenfluss der Elbe, fließt durch das Stadtgebiet, und die Stadt ist von flachem Acker- und Wiesenland umgeben, das von Bächen durchzogen wird. Elmshorn selbst ist aber eher eine industriell geprägte Stadt: Die Industrialisierung begann hier sogar schon sehr früh, nämlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schon im Jahr 1844 bekam Elmshorn den ersten Bahnhof! Auch heute noch haben viele Industriebetriebe ihren Sitz in Elmshorn. Aber auch sonst gibt es in Elmshorn viel zu entdecken.

Industriemuseum Elmshorn

Wer sich für die Stadtgeschichte und Kultur Elmshorns interessiert, wird sicherlich gern dem Industriemuseum Elmshorn einen Besuch abstatten wollen. Es ist in einer ehemaligen Fabrikhalle untergebracht. Die Konzeption des Museums, das vor allem Alltags- und Arbeitsleben der einfachen Leute vor 100 Jahren zeigt, ist modern und unterhaltsam. Viele Museumsgegenstände dürfen angefasst oder sogar - wie zum Beispiel eine Getreidemühle - in Betrieb gesetzt werden. Auch Kindern wird es also hier sicherlich nicht langweilig. Das Industriemuseum besitzt in Gestalt des „Konrad-Struve-Hauses der Ortsgeschichte“ noch eine Außenstelle. In diesem nach einem Heimatforscher benannten kleineren Museum sind archäologische Fundstücke zu sehen sowie Erinnerungsstücke an die alte Zeit (vor der Industrialisierung), als viele Bewohner Elmshorns ihr Geld noch mit der Seefahrt und dem Walfang verdienten.

Besichtigung der St. Nikolai-Kirche

Aus dieser Zeit, als manche Elmshorner noch zur See fuhren, stammt das schönste alte Bauwerk der Stadt, die evangelische St. Nikolai-Kirche. Das Kirchenschiff stammt aus dem Jahr 1660, der Kirchturm ist jünger, er wurde um 1880 angebaut. Die Inneneinrichtung ist aus Holz, die Ausschmückung interessant: Wahrscheinlich besitzen nur wenige Kirchen außer dieser ein Modell eines Segelschiffes. Die Nikolaikirche liegt den Elmshornern auch deshalb sehr am Herzen, weil sie eine der wenigen wichtigen Gebäude der Stadt ist, die die schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg überstanden hat. Wirklich alt sind außer dieser Kirche nur noch zwei Fachwerkhäuser und das Gebäude der heutigen Stadtbücherei.

Wasserturm von Elmshorn

Um das Wahrzeichen von Elmshorn besichtigen zu können, muss man auch ein kleines bisschen sportlich sein, denn es geht hoch hinaus. Der im Jahr 1902 erbaute 45 m hohe Wasserturm dient heute als Café. Zusätzlich wird hier noch ein altes Handwerk gepflegt, und zwar die Kerzenherstellung. Besucher können beim Kerzenziehen zuschauen, es auch einmal selbst versuchen oder nur Kerzen kaufen.

Sportlich aktiv in Elmshorn: Schwimmen, Radfahren, Wandern

Nach all den Besichtigungen steht vielleicht wieder Erholung oder Sport auf dem Programm. Für alle sportlichen Leute ist der Badepark Elmshorn eine ideale Adresse. Er besteht aus einem großen Hallenbad mit Spaßbad-Ambiente und einem Außenbereich. Im Hallenbereich sind Whirlpool, Spaßbecken und Kinderbecken vorhanden, aber auch ein Sportbecken für Schwimmer, die wirklich Bewegung brauchen. Der Erholung dienen Sauna und Saunagarten. Draußen im Freibadbereich sind alle Becken beheizt, so dass viele auch bei kühleren Temperaturen dort schwimmen.

Am Flüsschen Krückau kann weit über die Parks hinaus auf den Deichen gewandert werden. Wer eine etwas längere Wanderung an der Krückau entlang nicht scheut, gelangt flussabwärts schließlich zu der Anlegestelle der „Fähre Kronsnest“. Diese Fähre verkehrt zwischen den Gemeinden Seester und Neuendorf. Diese Fähre ist etwas Besonderes: Es handelt sich dabei um die kleinste Fähre des Landes! Auf dem Boot, das der Fährmann mit einem Riemen („Wrigge“) fortbewegt, haben sieben Leute Platz. Fahrräder können mitgenommen werden.

Durch Elmshorn führen dann auch mehrere Radwanderwege (Elbe-Radweg, Nordseeküsten-Radweg, Ochsenweg). Manche sportlichen Leute legen diese Radwanderwege oder Teile davon auch zu Fuß zurück. Auf alle Fälle wäre es sinnvoll, in Elmshorn Rast zu machen und dort einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Mutige und sportliche Gäste könnten auch gleich in den Hochseilgarten gehen. Der neue „Hochseilgarten Metropolregion Hamburg“ ist 2.500 qm groß und äußerst modern, sogar für Gehbehinderte geeignet. Klettern dürfen alle Personen ab acht Jahren, die mindestens 1,20 m groß sind. Alle Kletterer sind gut abgesichert und kommen im Verlauf des Parcours auf bis zu 14 m Höhe über dem Boden. Anfänger haben die Möglichkeit, zur Übung erst einmal durch einen niedrigeren Parcours zu klettern.

Natur in und um Elmshorn erleben

Elmshorn verfügt über ausgedehnte Parkanlagen, wo Kinder spielen und Erwachsene sich an schattigen Plätzen ausruhen können. Die vier städtischen Parks („Stadtpark Lieth“, „Forst Sibirien“, „Krückaupark“ und „Steindammwiesen“) sind alle mit Seen und gepflegten Wegen schön gestaltet. In den Steindammwiesen sind mehrere Spielplätze und eine Skateboardanlage integriert.

Südöstlich von Elmshorn, ca. 5 km von der Stadt entfernt, findet sich ein weiteres lohnendes Ausflugsziel: das Arboretum Ellerhoop. Ein Arboretum ist ein Park mit exotischen Bäumen. In Ellerhoop werden rund 3.800 Baumarten gezählt. Ein weiter Rundweg führt durch die Anlage. An einem Teich und in einem Bauerngarten laden romantische Sitzplätze zum Verweilen ein. Das Arboretum ist ein Muss für Hobbyfotografen, besonders, wenn die Bäume blühen!

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