Griechenland Reise-Gesundheitsinformation


Die untenstehende Gesundheits-Länderinfomation wurde vom Centrum für Reisemedizin (CRM) zusammengestellt.

Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin: Griechenland


Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
Stand: 26.08.2016

Griechenland

Griechenland

In diesem Dokument
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.



 Klima 

Mittelmeerklima mit Winterregen und ausgeprägter Trockenheit von Juni bis September; Durchschn. Temp. in Athen im Januar 9° C, im Juli 28° C.


 Einreise-Impfvorschriften 

Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere Impfungen sinnvoll sein.

Qualifizierte Beratungsstellen


 Empfohlener Impfschutz 

Allgemein zu empfehlender Impfschutz überprüfen, ggf. ergänzen bzw. auffrischen.

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen:


Qualifizierte Beratungsstellen
Impfschutz Reisebedingung 1 Reisebedingung 2 Reisebedingung 3
x x x
x

x

x

(b) bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(c) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren; Risiko auf dem Festland
(d) bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition auf westlich von Thessaloniki (N)

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)


Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).


 Malaria 

Im Sommer 2011 wurden insgesamt 61 Malaria tertiana-Fälle in Griechenland registriert, mehr als die Hälfte davon bei Personen ohne vorherige Reiseanamnese. Die überwiegende Mehrzahl der Erkrankungen trat in der Region Evrotas im Süden der Peloponnes auf, Einzelfälle aber auch in Attiki, Evoia, Viotia und Larissa. Im Sommer 2012 wurden erneut 47 Fälle von Malaria tertiana aus derselben Gegend gemeldet, 2013 waren es nur noch 3. Seitdem wurden keine Fälle mehr gemeldet. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe sollte beachtet werden. Darüber hinausgehende Vorbeugungsmaßnahmen sind nicht indiziert. Bei unklaren Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der Sommermonate sollte ggf. an eine Malaria gedacht werden.

 Ratschläge zur Reiseapotheke 

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.


 Aktuelle Meldungen 

Malaria: Erstmals seit 2013 wurden zwischen Ende Juni und Mitte August dieses Jahres 4 lokale Fälle von Malaria tertiana registriert. 2 Menschen sind in der Region Peloponnes (SW) erkrankt und 2 im Bezirk Thessaloniki in der Region Zentralmakedonien (N). 61 weitere Malaria-Infektionen wurden importiert. 1974 wurde das Land für malariafrei erklärt. Im Sommer 2011 wurden dann insgesamt 61 Fälle in Griechenland registriert, mehr als die Hälfte davon bei Personen ohne vorherige Reiseanamnese. Die überwiegende Mehrzahl der Erkrankungen trat in der Region Evrotas im Süden der Halbinsel Peloponnes auf. Im Sommer 2012 wurden erneut 47 Erkrankungen aus derselben Gegend gemeldet, 2013 waren es nur noch 3. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe sollte beachtet werden. Bei unklarem Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der Sommermonate sollte ggf. an eine Malaria gedacht werden.


 Allgemeine Hinweise 

Meningitis-Impfung: Die Meningitis-Impfung Typ C gehört in diesem Land für bestimmte Altersgruppen (in der Regel Kinder und Jugendliche) zum allgemeinen Impfprogramm. Nach den geltenden Empfehlungen der STIKO wird die Meningitis-Impfung dadurch zur Reiseimpfung für "Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten entsprechend den Empfehlungen der Zielländer". In diesem Fall ist die tetravalente Konjugatimpfung zu empfehlen (Serotypen ACWY).


 Botschaften 

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Deutsche Vertretung:

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)


 Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung 

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).



 Beratungsstellen 

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.



Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.

© Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2016

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