Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in
Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere
Impfungen sinnvoll sein.
bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
Im Sommer 2011 wurden insgesamt 61 Malaria tertiana-Fälle in
Griechenland registriert, mehr als die Hälfte davon bei Personen ohne
vorherige Reiseanamnese. Die überwiegende Mehrzahl der Erkrankungen trat in
der Region Evrotas im Süden des Peloponnes auf, Einzelfälle aber auch in
Attiki, Evoia, Viotia und Larissa. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe
sollte beachtet werden. Darüber hinausgehende Vorbeugungsmaßnahmen sind nicht
indiziert. Bei unklaren Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der
Sommermonate sollte ggf. an eine Malaria gedacht werden.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Malaria: Zwischen dem 21. Mai und dem 5. Dezember 2011 gab es 63
Fälle von Malaria, verursacht durch Plasmodium vivax. 57 Fälle traten in der
Region Evrotas im Lakonia Distrikt auf. 33 der 63 Fälle waren sog. autochthone
Fälle, also Infektionen bei Personen, die zuvor kein Malaria-Endemiegebiet
bereist hatten. Die übrigen Fälle betrafen Migranten u.a. aus Pakistan.
Griechenland ist seit 1974 malariafrei, in den letzten Jahren traten einzelne
Fälle mit vermutetem Zusammenhang zu importierten Erkrankungen auf. Vektoren,
die die Erkrankung übertragen könnten, sind in Griechenland vorhanden,
außerdem arbeiten dort zahlreiche Migranten aus Endemiegebieten, über die der
Erreger importiert werden kann. Wegen der Abnahme der Mückenpopulation
aufgrund des kälteren Klimas jetzt im Winter, scheint die Übertragungssaison
für 2011 beendet zu sein. Die griechischen Behörden werden die aktive
Überwachung aber während der Wintermonate aufrechterhalten. Reisende sollten
weiterhin gewissenhaft Expositionsprophylaxe durchführen.
Meningitis-Impfung: Nach aktuellen Empfehlungen gilt die Impfung bei
Langzeitaufenthalten als Reise-Impfung für bestimmte Personengruppen
(Jugendliche bzw. Schüler, Studenten). Reisende sollten mit dem Arzt unter
Berücksichtigung der Empfehlungen im Reiseland die Notwendigkeit der Impfung
klären.
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
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