Helgoland – Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Helgoland – Kleine Insel für großen Urlaubsspaß

Insel Helgoland mit der so genannten Langen Anna. Foto: © Krane - Fotolia.com

Die gute Luft, viele Sehenswürdigkeiten und nicht zuletzt die kleinen Kegelrobben machen Helgoland ganzjährig zu einem beliebten Urlaubsort. Wer denkt, auf Helgoland könne man nur in der Nordesse baden, der irrt gewaltig. Auf der kleinen Insel mit einer bewegten Geschichte sollte für Groß und Klein zu jeder Jahreszeit das Richtige dabei sein.

Sandsteinklippen prägen die Hochseeinsel Helgoland

Der Name Helgoland stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet übersetzt: „Heiliges Land“. Helgoland besteht aus der etwa 0,7 qkm großen Düne und der rund 1 qkm großen Hauptinsel, letztere setzt sich ihrerseits aus dem „Oberland“, „Mittelland“ und „Unterland“ zusammen. Als einzige deutsche Hochseeinsel gehört Helgoland zwar zu Schleswig-Holstein, aber nicht zum Zollgebiet der EU, weswegen es sich hier ergiebig zollfrei einkaufen lässt.

Ganz besonders berühmt ist Helgoland für seine bis zu 61 m hohen Sandsteinklippen. Die „Lange Anna“ an der nördlichen Spitze ist ein freistehender, von Vögeln bewohnter Felsen aus rotem Buntsandstein. Früher war sie Bestandteil eines Felstores, das dann aber einstürzte. Da eine dauerhafte Sicherung zu teuer wäre, droht die „Lange Anna“ nun selbst einzustürzen. Darum darf sie auch nur von benachbarten Felsen besichtigt werden.

Eine weitere Sehenswürdigkeit von beeindruckender Größe ist der Helgoländer Leuchtturm. Dabei wurde der Leuchtturm eigentlich nur als Turm zur Fliegerabwehr im Zweiten Weltkrieg gebaut. Mit seiner starken Leuchtkraft ist er aber heute noch in klaren Nächten bis zu den Ostfriesischen Inseln zu sehen.

Reisen zur Insel Helgoland zu jeder Jahreszeit lohenswert

Eine Besonderheit von Helgoland ist auch das milde, fast mediterrane Klima, das ideal für Allergiker und optimal zur Erholung für jedermann geeignet ist. Die saubere und nahezu pollenfreie Luft verheißt eine gesunde Auszeit vom Mief der Großstädte. Im Sommer gibt es auf der Insel Helgoland deutlich mehr Sonnenstunden als auf dem Festland. Aber auch in den Wintermonaten lohnt sich ein Besuch auf Helgoland, denn der Winter ist der mildeste in Deutschland, Schnee fällt recht selten. Auch stürmische Winde haben aufgrund der Lage der Insel nur wenige Chancen. Natürlich kann man auf Helgoland auch herrlich im Meer baden oder Wassersport betreiben, aber aufgrund der Fülle an anderen Freizeitmöglichkeiten wird dies fast zur Nebensache.

Tierisches Vergnügen auf Helgoland erleben

Freunde kleiner possierlicher Tierchen sollten die Insel im Mai oder Juni besuchen, denn dann sind die „Helgoländer Lummentage“. Auf dem Lummenfelsen - Deutschlands kleinsten Naturschutzgebiet – brüten pinguinartige Vögel, die Lummen. Beim so genannten „Lummensprung“ locken die Eltern dann ihren flügge gewordenen Nachwuchs von den hohen Felskanten hinab ins Meer zu springen, um so das Fliegen zu üben.

Bei einem Urlaub auf Helgoland muss natürlich auch ein Besuch der Robben und Seehunde eingeplant werden. An den Stränden können Urlauber in den Monaten November bis Januar die kleinen Kegelrobben hautnah beobachten. Anfangs wiegen sie lediglich zwischen 10 bis 15 kg, legen dann aber innerhalb weniger Wochen bis zu einem Gewicht von 50 kg zu. Wenn der erste Fellwechsel vollzogen ist, folgen die jungen Robben ihren Eltern ins Meer.

Andere Meeresbewohner kann man in der Biologischen Anstalt Helgolands beobachten. Das Forschungszentrum beherbergt unter seinem Dach ein Aquarium mit zahlreichen Becken, in denen sich verschiedenste Meerestiere tummeln. Bei den Besuchern ganz besonders beliebt ist das Arenabecken mit Haien, Kabeljauen und Plattfischen.

Erlebnis Geschichte im Museum Helgoland und in den Bunkeranlagen

Interessantes über die Insel Helgoland und seine Bewohner erfährt man im Museum Helgoland. Informationen über die Geschichte Helgolands, die Vogelkunde oder die Insel als Meeresforschungsstätte werden anschaulich vermittelt. Besonders eindrucksvoll sind die verschiedenen Exponate wie ein Schiffsmodell oder auch verschiedenste Fossilien. In einem alten Wohnhaus können die Besucher zudem das Leben der Bewohner vor ca. 150 Jahren erforschen.

Zur gründlichen Erforschung eignen sich auch die unterirdischen Bunkeranlagen der Insel. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Anlagen zum Schutz der zivilen Bevölkerung gebaut, meistens unterirdisch in kilometerlangen Gängen. Heute kann man davon noch etwa 400 m bei einer Führung erkunden. Diese Führung ist nicht nur für Geschichtsinteressierte eine spannende Zeitreise in die dunkle Vergangenheit der Insel.

Eine wahre oberirdische Augenweide sind hingegen die bunt bemalten, hölzernen Hummerbuden am Hafen. Früher wurden sie als Wohn- und Werkstätten von den Fischern genutzt. Heute beherbergen sie Galerien, Cafés und Geschäfte für den zollfreien Einkauf.

Maritime Spezialitäten genießen

Richtigen Hummer gibt es auf Helgoland natürlich auch zuhauf – fangfrisch aus dem Netz. Er wird entweder als gekochter Hummer mit verschiedenen Mayonnaisen und Baguette aufgetischt oder gegrillt mit Zitronenbutter, Hummersauce und verschiedensten Beilagen. Eine weitere Spezialität ist der so genannte „Helgoländer Knieper“, wohinter sich die Scheren vom Taschenkrebs verbergen. Aber auch die verschiedensten Seefische wie Seezunge, Heil-und Steinbutt, Scholle und Helgoländer Angeldorsch lohnen eine ausgiebige Kostprobe.

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