Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Im Norden trocken-heiß, sonst tropisch-wechselfeuchtes Klima
mit zwei Regenzeiten (März bis Juni, Oktober bis Dezember); gleichbleibend
hohe Temp. an der Küste (Mombasa) 26-30° C, in den Höhenlagen niedriger:
Nairobi 17° C.
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
(d)
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(e)
nur bei engerem Kontakt zur einheimischen
Bevölkerung, vorw. in der Trockenzeit
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
hohes Risiko in
den Regenwaldgebieten einschl. der Touristenresorts an der Küste;
mittleres Risiko
in den mittleren und südlichen Grenzgebieten zu
Tansania;
geringes Risiko
in den übrigen Landesteilen unterhalb 2.000 m;
normalerweise kein
Risiko im Nordosten, gelegentlich Zunahme nach
Regenfällen;
kein Risiko in
Nairobi und in Höhenlagen über 2000 m
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten
(Chemoprophylaxe) dringend zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Chemoprophylaxe
fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer
qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten). Malariamittel sind
verschreibungspflichtig.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Mit
Cholera-Ausbrüchen ist regional zu rechnen. Im größten Flüchtlingslager der
Welt, im Lager Dadaab im Nordosten des Landes, ist die Cholera ausgebrochen.
Dort leben etwa eine halbe Million Flüchtlinge aus Somalia, darunter viele
Kinder. Bislang soll es 60 Erkrankte und einen Todesfall geben. Nach UN-Angaben
wurden bereits Behandlungsstationen eingerichtet. Auch Polio kommt seit 2009
wieder vor. 2011 gab es einen bestätigten Fall Ende Juli. Hygiene beachten,
Impfschutz für Risikoreisende.
Dengue: In der Ortschaft Mandera im Nordosten des Landes
(Grenzgebiet zu Äthiopien und Somalia) gab es im September und Oktober 2011
einen Erkrankungsausbruch. Die meisten Fälle traten in der 2. Septemberwoche
auf, danach war die Rate an Neuerkrankungen kontinuierlich rückläufig.
Mindestens 1.280 Menschen sind erkrankt, der Altersdurchschnitt betrug 18
Jahre. Dengue ist in den Sub-Sahara-Ländern endemisch, genaue
Erkrankungszahlen sind kaum verfügbar aufgrund des Fehlens von effektiven
Überwachungssystemen. Außerdem ähnelt die Infektion klinisch der Malaria, so
dass Symptome fehlinterpretiert werden können. Schutz vor den überwiegend
tagaktiven Überträgermücken beachten.
Gelbfieber: Aufgrund des Gelbfieber-Ausbruchs in Uganda zwischen Oktober
2010 und Februar 2011 haben die Länder der East African Community (Burundi,
Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda) beschlossen, den Nachweis einer
Gelbfieber-Impfung stärker zu kontrollieren. Genauere Angaben zur Umsetzung
sind nicht bekannt. Um Schwierigkeiten bei der Einreise zu vermeiden sollten
alle Reisenden, auch bei der Einreise aus Europa, einen gültigen Impfnachweis
vorweisen können. Eine Impfung wird allen Reisenden empfohlen.
HIV/AIDS: In Kenia sind schätzungsweise über 3 Millionen Menschen mit
dem HIV-Virus infiziert, über 1,5 Millionen sind bereits verstorben. Sexuelle
Kontakte mit unbekannten Partnern sind stark risikobelastet.
Sicherheitshinweis: Eine erhöhte Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen und
Entführungen zu werden, besteht in den nördlichen und nordöstlichen
Landesteilen Kenias, in der Küstenregion nördlich von Malindi sowie auf den
Straßen in die Nordostprovinz und die nördliche Küstenprovinz. Im September
und Oktober 2011 wurden zwei britische und eine französische Staatsangehörige
nahe der Grenze zu Somalia überfallen und getötet. Beide Angriffe wurden auf
dem Seeweg mit Schnellbooten durchgeführt. Häuser und Hotelanlagen mit
direktem Meerzugang sind daher besonders gefährdet. Von Reisen in die
genannten Gebiete wird aufgrund der aktuellen Lage derzeit abgeraten. Ebenso
sollten Reisen, die näher als etwa 100 km an die somalische Grenze
heranführen, vor dem Hintergrund einer Gefahr von Überfällen somalischer
Banditen vermieden werden (www.auswaertiges-amt.de).
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
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