5. Etappe, 9. bis 13. Mai: Kleipeda bis Riga

Das Kurische Haff, eine Naturlandschaft ohnegleichen. Fotos: Crew

Aus dem Logbuch der Wiking-Crew

Ca. 245 Seemeilen

Das Ausklarieren bei den litauischen Zöllnern hinter uns gebracht, ging es nun Richtung Riga. Aber schon an der Mole bescherte uns Rasmus keinen guten Wind mehr, Nord 1-2. So ging es zunächst unter Motor in Richtung Norden an der litauisch - lettischen Küste entlang. Soweit das Auge blicken konnte feinster Sandstrand.

Etwa um Mitternacht noch unter der ersten Wache dann die Überraschung: Wind, und zwar mit 2-3 Beaufort aus NW. Wir warteten nicht lange und setzten sofort die Segel. Unterbrochen von einer kurzen Windpause ging es mit zwischenzeitlich bis zu 7 Knoten auf einem Anliegerkurs gen Norden.
Nachdem wir die Einfahrt zur Irbenstraße erreicht hatten, die die Ostsee mit dem rigaischen Meerbusen verbindet, mussten wir trotz des Raumwindkurses zunächst auf unser neues Zugpferd, den Spinnaker, verzichten. Die nun auf West drehende Brise frischte immer mehr auf und erreichte bald 5-6 Windstärken, die verbunden mit Wellen bis zur ersten Saling mehr Segelfläche nicht gestatteten. So wurden wir die folgenden Stunden ordentlich umhergewürfelt. Als es später abflaute und die Wellen erträglicher wurden stieg der Spi, der uns von da ab mit 6 bis 7 Knoten durch die Irbenstraße zog. Jetzt machte das Segeln wieder Spaß!

In der ersten Wache der zweiten Nacht bekamen wir Besuch von den lettischen Coastguard- Beamten, welche sehr freundlich waren und nur sicher gehen wollten, dass wir keine bösen Absichten hegten.

Nach diesem Besuch fand noch einmal reger Funkverkehr mit dem Coastguard- Mutterschiff statt. Am Ende wünschte man uns viel Glück auf dem weiteren Weg nach Riga.

Ein Sonnenaufgang, der uns täglich aufs Neue mit atemberaubender Schönheit begrüßt, war auch an diesem Morgen der Etappe beeindruckend. Leider ließ sich der Wind nicht beirren und schlief schließlich ganz ein.

Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir in die Mündung der Daugava ein und motorten den Fluss hinauf bis zum Yachtzentrum Andrejosta, das nur wenige Minuten  Fußweg von der Altstadt gelegen ist. Hier wurde kurz nach unserem Eintreffen durch den Hafenmeister am Flaggenmast die deutsche Flagge gehißt - eine freundliche Geste.

Nach der nun dringend nötigen Erkundung der sanitären Einrichtungen werden wir nun aufbrechen, um Riga zu entdecken.

Morgen werden wir die Grußbotschaft der Hansestadt im Rathaus übergeben.

In unserem Kielwasser liegen nun 775 Seemeilen, 11 Tage nach unserer Abfahrt in Travemünde.

 

Eine Kurz-Info zum Kurischen Haff findet sich bei http://de.wikipedia.org/wiki/Kurisches_Haff

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reise-report

Bilder der 5. Etappe

Der Liegeplatz in Kleipeda.
Naturschauspiel von Bord aus sind immer besonders eindrucksvoll: Sonnenaufgang.
Der Spinnaker bringt die Wiking VI schnell vorwärts. Lübeck ist immer vorne dran.
Im Kurisches Haff hat die Crew wieder fsten (Sand-)Boden unter den Füßen.
Einfahrt nach Riga.

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