Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Tropisches, wechselfeuchtes Klima mit geringen
jahreszeitlichen Schwankungen; Jahresmitteltemp. nimmt mit der Höhe ab
(unterhalb 1000 m 25-30° C, Bogotá, 2550 ü.M.: 14° C); im Norden und Westen
Regenzeit von April bis November mit ausgiebigen Niederschlägen, sonst von
März bis Juli und von September bis Dezember.
Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in
Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere
Impfungen sinnvoll sein.
bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
(c)
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
mittleres Risiko
in ländlichen Gebieten unterhalb 1.600 m mit höherem Anteil von P.falciparum
in tiefer gelegenen Regenwaldgebieten folgender Regionen:
Amazonia: südliche Llanos-Gebiete (Tiefland
östlich der Cordillera oriental), vor allem in den Departments
Amazonas, Arauca, Guainia, Guaviare, Meta,
Putumayo und Vichada Pacifico: Küstenabschnitte in
den Departments Narino, Valle del Cauca und Choco mit Grenzgebiet zu
Panama; Karibik (Urabá-Bajo Cauca): Gebiete im
Department Cordoba, nördliche Teile von Antioquia;
geringes bzw.
kein Risiko in Städten,
Höhenlagen sowie in den nördlichen Landesteilen;
malariafrei:
Inseln San Andrés und Providencia.
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur
notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art
und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren
Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten).
Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Hygiene
beachten.
Dengue: Nach Angaben der WHO sind 2011 bis Ende November insgesamt
etwa 29.700 Menschen erkrankt. 4.070 Fälle wurden labortechnisch bestätigt.
Bei 1.310 Patienten waren die Verläufe schwerwiegend, bei 41 führten sie zum
Tod. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken
beachten.
Masern: Nachdem es seit 2002 keine Ausbrüche im Land gegeben hat,
traten seit dem vergangenen August 7 Fälle in der Stadt Barranquilla (N) auf.
Der erste Erkrankte war ein 15-jähriger Junge, der sich zuvor in Brasilien
aufgehalten hatte. Er hat weitere Verwandte angesteckt. In einer groß
angelegten Kampagne wurden zunächst 209.000 Personen zwischen 10 und 19 Jahren
geimpft. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wird derzeit bei der Einreise
über die Karibikstädte (u.a. Barranquilla, Cartagena, Sta. Marta) für
Personen unter 39 ein Nachweis einer Masern-Impfung gefordert. Reisende sollten
daher gemäß STIKO-Empfehlungen geimpft sein.
Gelbfieber: Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen, vor
allem auch im nördlichen Grenzgebiet zu Venezuela mit den dortigen
Nationalparks. Impfung bei Reisen ins Landesinnere dringend empfohlen, obwohl
bei der Einreise formal nicht vorgeschrieben.
Sicherheitslage: Die außergewöhnlich schweren Regenfälle der letzten Monate
führen vielerorts noch immer zu Beeinträchtigungen des Verkehrs durch
Erdrutsche und Überschwemmungen. Medienberichterstattung beachten. - In
jüngster Zeit hat es wieder Anschläge der FARC in verschiedenen Regionen und
Städten, auch in Bogotá, gegeben. Anschläge der FARC auf touristische Ziele
sind nicht sehr wahrscheinlich, können allerdings auch nicht mit absoluter
Sicherheit ausgeschlossen werden. Im Grenzgebiet zu Venezuela ist es in
mehrfach zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gekommen.
Mehrere Grenzübergänge wurden wiederholt gesperrt. Es wird daher von
Grenzübertritten nach Venezuela auf dem Landwege abgeraten. Darüber hinaus
rät das Auswärtige Amt nach wie vor von Reisen in die Grenzregion zu
Venezuela, Ecuador, Peru und Panamá und in alle vom Binnenkonflikt betroffenen
Regionen ab. Dazu zählen insbesondere (aber nicht nur) die Departamentos
Putumayo, Chocó, Nariño und Arauca sowie der Süden des Landes
(www.auswaertiges-amt.de).
Medizinische Versorgung: Außerhalb der Großstädte und Touristikzentren ist mit
erheblichen Engpässen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu
rechnen. Adaequate Ausstattung der Reiseapotheke (Zollbestimmungen beachten,
Begleitattest ratsam), Auslandskrankenversicherung mit Abdeckung des
Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle dringend empfohlen.
Gesundheitszeugnis / HIV-Test: Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health
Certificate") sowie ein HIV-Test in spanischer Sprache verlangt.
Botschaft der Bundesrepublik
Deutschland Cra. 69, No 25 B - 44, piso 7, Edificio World Business
Port, Bogotá, D. C. Tel.: 0057 1 - 423 26 00 Fax: 0057 1 - 429 31 45 E-Mail: info@bogota.diplo.de URL: www.bogota.diplo.de
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
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