Krankheiten auf die Sie achten sollten

Reiserisiko Krankheiten

Auf Reisen in andere Länd können Sie eine Reihe von Krankheitsrisiken ausgesetzt sein. Die richtige Vorbeugung und vorsichtiges Verhalten schütz vor solchen Risiken.

Hier eine Aufstellung der häufig auftretenden Krankheiten in alphabethischer Reihenfolge

AIDS (HIV-INFEKTION)
Wie man sich am besten vor AIDS schützt, dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Also: Lassen Sie im Falle eines Falles Vorsicht walten! Kondome schützen auch vor anderen Geschlechtskrankheiten wie Tripper und Syphilis.

BILHARZIOSE
Eine Wurmkrankheit. Die Eier schwimmen in urinverseuchtem Süßwasser, dringen durch die Haut in badende Menschen ein und wachsen dann zu Würmern heran. Baden Sie in tropischen Ländern niemals in Seen oder Flüssen. Fragen Sie Ihren Arzt nach Medikamenten, die diese Krankheit fast ohne Nebenwirkungen heilen.

CHOLERA
Die Impfung gegen Cholera ist ähnlich sinnvoll wie die gegen Meningokokken-Meningitis. Allerdings sind die Chancen einer Ansteckung gering, wenn Sie die normalen Hygiene-Empfehlungen beachten.

DIARRHÖE
Durchfall ist nach wie vor die Nummer Eins der Urlaubskrankheiten. Schuld daran haben in erster Linie Krankheitserreger in der Nahrung. In südlichen Ländern vermehren sie sich rasch. Die Folge: lästiger Durchfall. Deshalb gilt als Faustregel in warmen Ländern: Koch' es, schäl' es oder vergiss es! Nur abgekochtes Wasser verwenden, auch zum Zähneputzen, Obst und Salat waschen.


Wenn Sie die Verhaltensregeln gegen Hepatitis-Infektionen (s.u.) beachten, verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Diarrhöe-Erkrankung. Und wenn es Sie doch mal erwischt: Bei stärkerem Durchfall mit deutlicher Kreislaufbelastung müssen ein Bett und ein Arzt her! Das gilt auch, wenn Babys oder Kleinkinder erkranken. Gefährlich an der Diarrhöe ist der Flüssigkeits- und Mineralverlust.

GELBFIEBER
Eine Viruserkrankung, die hauptsächlich in den tropischen Regionen Amerikas und in Afrika vorkommt. Wie Malaria wird sie durch eine Mücke übertragen. Die Impfung bietet etwa zehn Jahre Schutz und kann danach wieder aufgefrischt werden. Gelbfieber-Impfungen werden nur von besonders zugelassenen Stellen verabreicht und müssen sechs Wochen vor Resieantritt erfolgen. In Ihrem Gesundheitsamt erfahren Sie, wo die nächste in Ihrer Umgebung ist.

HEPATITIS
Eine Entzündung der Leber. Infizierte können das Virus auch dann schon weitergeben, wenn noch keine Symptome der Krankheit aufgetreten sind. Zwei Monate vor Ihrer Abreise sollten Sie Ihren Anti-HAV-Status prüfen lassen. Sind Sie positiv, besitzen Sie Antikörper gegen Hepatits A. Sind Sie negativ, sollten Sie sich auf jeden Fall impfen lassen. Die erste Spritze wird vier Wochen vor Abflug gesetzt, die zweite zwei Wochen vor der Reise. Gegen Hepatitis B kann man leider nicht immun werden. Sie überträgt sich ähnlich wie Aids (Bluttransfusionen, Akupuntur, unsaubere Spritzen, ungeschützter Geschlechtsverkehr). Hepatitis A überträgt sich fäkal-oral, durch verseuchtes Wasser oder Nahrung. Essen Sie möglichst nur industriell hergestellte, originalverpacktes Eis. Waschen Sie alles, was Sie essen, schälen Sie es oder kochen Sie es. Meiden Sie kalte Buffets, Imbissstände, Märkte, öffentliche Toiletten. Trinken Sie nur abgekochtes Wasser. Benutzen Sie es zum Zähneputzen, zum Waschen (natürlich auch zum Gemüse und Obst waschen). Nehmen Sie grundsätzlich keine Eiswürfel in Ihre Drinks.

KINDERLÄHMUNG
Diese Viruserkrankung, die übrigens auch Erwachsene trifft, findet man vorwiegend in den Entwicklungsländern Afrikas und Asiens. Sie ist aber stellenweise auch in den Mittelmeerländern verbreitet. Vergewissern Sie sich, ob Ihr Impfschutz ausreicht und lassen Sie ihn gegebenenfalls auffrischen. Er reicht zehn Jahre.

MALARIA
Zu den gefürchtetsten Insekten gehört die Anopheles-Mücke, die Überträgerin der Malaria, die in Afrika, Asien und Südamerika vorkommt. Jährlich bringen etwa 1000 Urlauber dieses unliebsame Tropen-Souvenir mit. Unbehandelt kann die sehr schwer zu diagnostizierende Krankheit, die am Anfang einer Grippe gleicht, sogar zum Tode führen. Es gibt Impfungen dagegen, die aber keinen hundertprozentigen Schutz bieten, weil die Mücken mancherorts resistent geworden sind. Bei kurzen Aufenthalten in weniger gefährlichen Gegenden übertrifft das Risiko der Nebenwirkungen das einer Malaria-Infektion. Dann empfiehlt sich die Mitnahme eines Stand-by-Medikaments. Lassen Sie sich beraten, notfalls können Sie ein solches Präperat selbst anwenden. Erste Anzeichen einer Infektion sind Fieber und ein Gefühl wie bei einer Grippe. Die Inkubationszeit von Malaria beträgt sieben Tage. Das heißt, wenn Sie in den ersten sieben Urlaubstagen ein grippiges Gefühl verspüren, kann dies keine Malaria sein. Vielleicht haben Sie sich eine Klimaanlagen-Erkältung zugezogen. Die Stand-by-Präparate können ebenfalls Nebenwirkungen zeigen. Zudem sind sie nicht hundertprozentig sicher (besonders bei unsachgemäßer oder zu später Anwendung). Das oberste Gebot heißt deshalb: Schützen Sie sich vor Moskitostichen!

Tragen Sie helle Kleidung mit langen Ärmeln, lange Hosen und Strümpfe, vor allem abends.

Reiben Sie freie Körperstellen mit Insekten abwehrenden Mitteln ein und vergessen Sie nicht, den Schutz nach zwei bis drei Stunden zu erneuern, besonders wenn Sie schwitzen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Schlafzimmer mückensicher ist: Sind die Fenster und Türen mit feinmaschigen Gittern versehen? Wenn nicht, müssen Sie alles schließen, oder Insektenmittel versprühen und unter einem Moskitonetz schlafen.

MENINGOKKOKEN-MENINGITIS
Diese bakterielle Infektion kommt weltweit vor. Am verbreitesten ist sie jedoch im mittel- und nordafrikanischen Raum sowie in dem Gürtel, der sich von der Sahelzone über die Golfregion und Nordindien nach Nepal zieht. Gefährdet sind Personen, die intensiven Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung haben, wie Entwicklungshelfer, aber auch Abenteuerreisende. Dazu gehört auch schon das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Impfung ist angesichts der wachsenden Resistenz der Erreger eigentlich unangebracht.

TYPHUS
Die Erkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen wird, ist weltweit verbreitet und vor allem in warmen Ländern anzutreffen. Sie wird oral übertragen. Wer sich an allgemeingültige Grundregeln der Hygiene hält und belastete Lebensmittel, wie Rohkostsalate,unsauberes Trinkwasser, Eiswürfel und ungewaschenes Obst meidet, verringert die Infektionsgefahr erheblich. Wenn Sie einen Abenteuerurlaub vorhaben, ist eine Schluckimpfung nötig.

WUNDSTARRKRAMPF
Wie sieht's denn mit Ihrer Tetanus-Impfung aus? Die muss nämlich alle zehn Jahre aufgefrischt werden, ganz besonders vor einer Auslandsreise (zwei Wochen vor Abflug). Wundstarrkrampf kann man sich nämlich weltweit bei Bagatellverletzungen zuziehen.

Tipp: Wenn Sie aus Ihrem Urlaub in einem tropischen Land zurückkommen und sich krank fühlen oder gar krank sind, sagen Sie Ihrem Hausarzt auf jeden Fall, wo Sie waren oder gehen Sie sicherheitshalber gleich in ein Tropeninstitut. Manchmal schleppt man nämlich Krankheiten ein, die auf den ersten Blick harmlos wie eine kleine Erkältung ausschauen, in Wirklichkeit aber gefährlich werden können.

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