Madonna di Campiglio mit tollem Sommerprogramm

Die Trentiner Dolomiten mit ihrer großartigen Naturkulisse begeistern nicht nur Wanderfreunde. Fotos: A.P.T. Madonna di Campiglio

Fitnesszentrum inmitten einer gigantischen Naturkulisse

Schwindelerregend: die Klettersteige in der Brenta (oben). Atemberaubend: Radtour durch die Bergwelt.

Einst gab sich ihre Hoheit, die österreichische Kaiserin Sisi, in Madonna di Campiglio die Ehre, wo sie in den Trentiner Bergen wanderte. Die Bergwiesen im Umkreis sind immer noch als "Gärten der Königin" nach ihr benannt. Heute sind es die Fußballstars und Formel-1-Promis, die dem Nobelort zu Prestige und Image verhelfen.

Wandern und Ski fahren als sportliche Betätigung

Als eines der renommiertesten Skigebiete Italiens - mit 140 Seilbahnen für 340 Kilometer Pisten - ist Madonna di Campiglio auf 1514 Metern Höhe weit über die Grenzen der Trentiner Bergwelt hinaus bekannt. Dabei hat der Ort im Rendanatal auch in den Sommermonaten volles Programm für Jung und Alt zu bieten.

Mitten im Herzen der Dolomiten gelegen und vom Naturpark Adamello Brenta umgeben, ist er ein einziges Fitnesszentrum, eingerahmt von lauter Naturschönheiten. Zahllose Bergseen und malerische Wasserfälle, rauschende Wildbäche und unberührte Winkel, wo sich Königsadler und Braunbären heimisch fühlen, bilden die fantastische Kulisse für ein exklusives Workout.

Wandern durch Wälder und Felder, Bergwandern von Hütte zu Hütte und von Hang zu Hang auf den berühmten Klettersteigen der Brenta, Radfahren im Tal oder mit dem Moutainbike durch die Berge, Reiten in den Tälern des Naturparks, Angeln in Sturzbächen und Gebirgsseen - Madonna die Campiglio lässt bei Naturfreunden keine Wünsche offen.

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Tipps für Reisen

Tourist information A.P.T.

Via Pradalago 4, I-38084 Madonna di Campiglio, Tel. 0039-0465-447501.
E-Mail: info(at)campiglio.to, www.campiglio.to

Anreise

Brenner-Autobahn vorbei an Bozen bis San Michele, dann 60 Kilometer Landstraße. Flug via Bergamo, dann 2 PKW-Stunden oder Bus.  Regelmäßige Transfers auch ab/an Flughäfen Milano, Bergamo und Verona. Fahrtzeit mit PKW ab Innsbruck  ca. 3 Stunden. Dichtes Bus-Angebot vor Ort.

Umfahrung Ortzentrum und Fußgängerzone

Die Staus an den beiden Ortsenden sind Geschichte - ein zweistöckiger Tunnel zwischen dem nördlichen und südlichen Ortszentrum schafft Abhilfe und zugleich Platz für eine ausgedehnte Fußgängerzone. Dort haben sich neue Spezialitäten-Lokale wie die Ferrari-Lounge Nabucco angesiedelt - eine Bar mit unzähligen Spumanti-Variationen und mit einer kleinen Gourmet-Küche im Keller.

Beim Einkaufsbummel stößt man auf Grappa-Boutiquen, Trentiner Fleisch-Spezialitäten genauso wie auf elegante Sportbekleidung und auf edles Schmuck-Design. 

Hospiz am Pass

Raimondo, humanistisch geprägt, litt unter geistigen Qualen und war voller Reue - ihm wird Ende des 12. Jhdt. die Gründung Madonna di Campiglios auf einem kleinen Feld (campiculus) in den dichten Wäldern des Hochgebirges zugerechnet. Der Mann ohne Familienname gründete ein Hospiz, nahm Wanderer auf und widmete sein Leben der Heiligen Jungfrau. Nach ihr wurde im 16. Jhdt. eine Holzstatue namens "Madonna del Fico" als Symbol der Gastfreundschaft benannt - damit war der Name komplett. Das "Juwel des Fürstbischofstums von Trent" erwarb große Ländereien und war von der Steuer befreit.


Als Gründer des Fremdenverkehrs gilt Giambattista Righi, der 1868 das Hospiz erwarb und Klosterzellen in Zimmer für die ersten Bergsteiger-Pioniere umbaute. 1886 kaufte das Hotel Franz Joseph Österreicher, vermutlich ein unehelicher Sohn des gleichnamigen österreichischen Kaisers mit einer bayerischen Kellnerin. Diese "Verbindung" machte Madonna in ganz Europa bekannt. Im ersten Prospekt für sein 300-Bettenhotel stand geschrieben: "Für die unter Herzschäche leidenden Personen, die keine anstrengenden Spaziergänge vertragen, ist der Aufenthalt in M.d.C. besonders geeignet. Campiglio bietet außer jeder Art von Bad im fließenden Wasser auch die Möglichkeit einer Milch- und Molke-Kur".

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