Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Tropisches Klima; Ostküsten immerfeucht, sonst Regenzeit von
Juni bis November (Südwestmonsun), Trockenzeit von Dezember bis Mai;
durchschn. Temp. in Manila im Januar 25° C, im Mai 28,6° C.
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
(d)
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(e)
bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in
bestimmten ländlichen Gebieten.
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
mittleres Risiko
in ländlichen Gebieten unterhalb 600 m folgender Regionen/Inseln: O von Luzon,
Teile von Mindanao, Palawan, Sulu-Archipelago, Mindoro Occidental;
geringes Risiko
bzw. sehr geringes
Risiko in den übrigen Landesteilen/Inseln;
als malariafrei gelten Höhenlagen über 600 m,
Stadtgebiete sowie folgende Provinzen bzw. Inseln: Aklan (NW von Panay), Albay,
Benguet, Cavite und Marinduque (Luzon), Bilaran (S von Sulu Archipelago),
Surigao del Norte (N von Mindanao), Bohol, Camiguin, Capiz, Catanduanes, Cebu,
Guimaras, Iloilo (SO von Panay), Leyte, Masbate, Samar, Sequijor und Sorsogon
.
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur
notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art
und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren
Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten).
Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Chikungunya: Im Januar wurden von der Insel Samar (Eastern Visayas, O) 292 Fälle aus der Stadt Daram gemeldet, in Villareal sind 499 Fälle aufgetreten. Im März wurden aus der Provinz Batangas (Südwesten der Insel Luzon, N) 55 Verdachtsfälle gemeldet. In den Regionen Metro Manila, Calabarzon, Western Visayas und Nord Mindanao sind 2012 58 bestätigte Erkrankungen gemeldet worden. Die Symptome sind u.a. plötzlich auftretendes hohes Fieber sowie starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Symptome sind u.a. plötzlich auftretendes hohes Fieber sowie starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Erkrankung kann nur symptomatisch behandelt werden, die Gelenkbeschwerden können monatelang anhalten. Mückenschutz auch während des Tages beachten.
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Mit Cholera-Ausbrüchen ist sporadisch zu rechnen. Typhus kommt in Form von Einzel- oder Gruppenerkrankungen vor. Hygiene beachten, ggf. Typhus-Impfung.
Dengue: Dengue kommt in verstärktem Maße auch ganzjährig vor. In Guiuan auf der Insel Samar (O) sind im Januar 60 Fälle gemeldet worden. In der Provinz Kalinga (N) wurden im Januar 32 Fälle innerhalb von 2 Wochen registriert. Aus Iloilo (Western Visayas, W) wurden bisher 743 Fälle und 6 Todesfälle gemeldet. In der Provinz Misamis (Nord-Mindanao) sind 1.356 Menschen erkrankt, es hat 21 Todesfälle gegeben. In der Region Caraga (Nordosten Mindanaos) wurden Ende Februar 396 Erkrankungen gemeldet. In Metro Manila (Insel Luzon, N) wurden 2.761 Fälle registriert. Anfang Mai wurden aus der Region Central Visayas 4.482 Erkrankungen und 10 Todesfälle gemeldet, Tendenz steigend. In der Region Soccsksargen (XII, Mindanao) wurden Anfang April 1.528 Erkrankungen und 10 Todesfälle gemeldet. In 2012 wurden landesweit über 168.000 bestätigte Fälle gemeldet, 841 Menschen sind an der Infektion verstorben. In 2011 gab es etwa 119.000 Erkrankungen und 639 Todesfälle. Von Januar bis Anfang November wurden landesweit über 132.000 Fälle registriert. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Mücken beachten.
Tollwut: Die Philippinen melden von allen asiatischen Ländern die
höchsten Zahlen von Wildtiertollwut. Die medizinische und medikamentöse
Versorgung (Impfstoff, Immunglobulin) ist zumindest auf abgelegenen Inseln
nicht gewährleistet. Bei entsprechendem Risiko prophylaktische Impfung
empfohlen.
Ciguatera-Fischvergiftung: Es besteht ein saisonales Risiko bei Verzehr von größeren
Raubfischen (auch gegart). Örtliche Warnhinweise beachten!
HIV-Test: Für Arbeits- und Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test im
Land vorgenommen.
Sicherheitshinweis: Terrorismus - Von Reisen in die Regionen ARMM, XII, IX (Zamboanga Peninsula) sowie nach Basilan und den Inseln des Sulu-Archipels wird dringend abgeraten. Das Gleiche gilt bis auf weiteres für jede Art von Überlandtransfers in ganz Mindanao. Für Reisen in andere Regionen (Regionen XIII, XI und X) wird erhöhte Vorsicht angeraten (www.auswaertiges-amt.de).
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
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