Fahrrad- & Erlebnisreisen

Rad- und Wanderreisen immer beliebter

CMT 2010
Foto: CMT 2010

Die Sonderausstellung „Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern“ beschert den Besuchern mehr Platz und ein riesiges Info- und Produktspektrum.
 
Rad- und Wanderurlauber sollten sich den 16. und 17. Januar 2010 in ihrem Terminkalender fest vormerken, denn an diesem ersten CMT-Wochenende findet traditionsgemäß die Sonderausstellung „Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern“ statt – zum ersten Mal in Halle 9. Auf 10.000 Quadratmeter Fläche, doppelt so viel wie bisher, können sich die Aktivurlauber über Rad- und Wandertrends, Touren, Technik und Zubehör informieren. Die Sonderausstellung „Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern“ gilt als wichtiger Treffpunkt und Informationsbörse für Aktivurlauber. Im Vorjahr wurden rund 30.000 Besucher gezählt. Die Messeleitung rechnet 2010 mit einer ähnlich hohen Besucherzahl.

Immer mehr Menschen in Deutschland radeln oder wandern in ihrer Freizeit. Zahlreiche Studien belegen diesen Trend. Natürlich kommt das auch der Tourismus- und Freizeitwirtschaft zu Gute. Knapp 15,6 Milliarden Euro etwa geben deutsche Radurlauber und Radausflügler pro Jahr während ihrer Touren aus. Das ermittelte eine 2008 durchgeführte Marktstudie der Marktforschungsagentur Trendscope aus Köln. Der ADFC Radreiseanalyse 2009 zufolge haben 44 Prozent der Befragten im Jahr 2008 zwischen 500 und 1000 Euro für Radreisen ausgegeben. Auch Wanderer zeigen sich großzügig: Gemäß einer Studie des Deutschen Wanderverbands und des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) haben Wanderer der Outdoor-Branche im Jahr 2008 rund 3,7 Milliarden Euro beschert. Kein Wunder, dass die Fahrrad- und Wanderverbände optimistisch in die Zukunft und der Sonderausstellung „Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern“ mit großen Erwartungen entgegenblicken.

Landesgeschäftsführer Erich Kimmich vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Baden-Württemberg rechnet mit einem starken Besucherandrang am Stand des ADFC auf der CMT. Er ist davon überzeugt, dass das Radfahren als Urlaubsthema zunehmend an Bedeutung gewinnt. Aber auch im alltäglichen Verkehr spielt Radfahren eine immer größere Rolle: Laut Meinungsforschungsinstitut Sinus fährt mittlerweile jeder zweite Deutsche täglich oder mehrmals pro Woche Fahrrad. Und laut einer aktuellen ADFC-Studie möchte jeder dritte Deutsche sein Fahrrad häufiger als Verkehrsmittel nutzen. Wem aus topografischen oder sonstigen Gründen dabei ein „normales“ „City-“ oder „Mountainbike“ nicht reicht, der kann zum Beispiel ein Pedelec benützen. „Diese Fahrräder mit zusätzlichem Elektroantrieb sind stark im Kommen“, weiß Kimmich. Der ADFC mit seinen bundesweit 125.000 Mitgliedern ist mit 15.000 Touren Deutschlands größter Radtourenanbieter. Über das ADFC-Tourenportal im Internet kann jeder seine individuelle Fahrradroute zusammenstellen (www.adfc-tourenportal.de). Radreisende haben hier Zugriff auf ein gut 200.000 Kilometer umfassendes Netz aus redaktionell eingepflegten Radstrecken. Im Übernachtungsverzeichnis „Bett & Bike“ hat der ADFC mittlerweile 5000 fahrradfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten für Radreisende zusammengestellt.

Druckfrisch zum Abholen am Stand des ADFC auf der CMT gibt es den Radreise-Katalog 2010. „Darin werden wunderbare geführte Radpauschalen angeboten, von Norwegen bis Sardinien“, schwärmt Kimmich. „Wer auf eigene Faust einen der mehr als 180 Radfernwege in Deutschland erleben möchte, für den bietet der ADFC die Broschüre Deutschland per Rad entdecken, die zusammen mit der EntdeckerKarte einen ausgezeichneten Überblick über diese Angebote bietet“, so der Radexperte weiter. Zur Orientierung für Radreisende vergibt der ADFC Qualitätspunkte in Form von Sternen für Radfernwege. An Hand festgelegter Qualitätskriterien können das zwischen einem und fünf Sterne sein. In Baden-Württemberg wurde Anfang November der erste Radfernweg mit 5-Sterne-Zertifizierung eingeweiht. „Der 100 km lange Radweg Liebliches Taubertal bietet Radtouristen eine optimale und abwechslungsreiche Urlaubstour mit super Infrastruktur“, freut sich Kimmich.

Auf politischer Ebene sollte nach Meinung des ADFC-Bundesvorsitzenden, Karsten Hübener, der Radverkehr eine zentrale Rolle in allen Programmen der Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik bekommen: „Das Fahrrad als einziges emissionsfreies Fahrzeug bietet schnelle und effektive Lösungen für viele Probleme und ist darüber hinaus erschwinglich für alle, fördert die Gesundheit durch alltägliche Bewegung und ist bedeutender Wirtschaftsfaktor“, so Hübener. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wurde in Baden-Württemberg bereits mit dem Landesbündnis „ProRad“ eingeleitet. „ProRad“ ist ein bedeutender Bestandteil des Fahrradmanagements in Baden-Württemberg. Damit wurde auf Landesebene ein hochrangig besetztes und integriertes Forum geschaffen, das sich für die Belange des Radverkehrs einsetzt.

Mehr als alle anderen Outdoor-Aktivitäten lieben die Deutschen das Wandern. Laut einer Grundlagenuntersuchung des Deutschen Wanderverbands (DWV) und des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) legen sie mehr als 5,6 Mrd. Kilometer im Jahr wandernd zurück. Auch Alex Krapp, Redakteur beim Magazin „Outdoor“, bestätigt den anhaltenden Wanderboom: „Wandern ist ungebrochen auf dem Vormarsch, vor allem Wandern in Deutschland“. Touren mit Klettersteigen lägen nach wie vor im Trend. Eine neue Ausrichtung beim Wandern, vor allem bei den Jüngeren, sei die Nutzung von GPS-Geräten. „Besonders beliebt sind so genannte Geocaching-Touren mit GPS-Geräten“, weiß der Wanderexperte. Dabei handelt es sich um eine Art moderner Schnitzeljagd. Neben dem eindeutigen Spaßfaktor bietet Wandern positive gesundheitliche Aspekte. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Wanderns wird in immer mehr Studien nachgewiesen. „Das Thema Gesundheit spielt für den Deutschen Wanderverband eine besondere Rolle“, betont DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks. 2008 hatte der Verband mit der FH Osnabrück und gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit das Projekt „Let’s go – jeder Schritt hält fit“ ins Leben gerufen. Dazu wurden spezielle Gesundheitswanderführer ausgebildet, die im Namen des Deutschen Wanderverbandes Gesundheitswanderungen anbieten dürfen. Neben der Gesundheit steht beim DWV die Qualität ganz oben auf der Agenda. „Nach fünf Jahren Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, zieht der Wanderverband eine positive Bilanz“, betont Dicks. So ergab eine Umfrage bei Tourismusorganisationen, dass 80 Prozent der Befragten eine stärkere Nachfrage bei zertifizierten Wegen feststellen. 72 Prozent der Befragten sehen eine Qualitätssteigerung in der Region durch die Initiative des DWV. Die Zahl der Wandergäste hat sich durchschnittlich um 30 Prozent gesteigert. „Mittlerweile gibt es 54 Qualitätswege mit 6700 Kilometer Länge in Deutschland. 2010 sollen fünf neue zertifiziert werden“, sagt Dicks. Auf der Schwäbischen Alb sind drei Wege mit dem Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet: Der „Nordrandweg“, der „Donauberglandweg“ und der „Donau-Zollernalb-Weg“. Insgesamt unterhält und markiert der Schwäbische Albverein ca. 24.000 Kilometer Wanderwege.

Zertifiziere Unterkünfte entlang der Wanderwege runden den Wandergenuss ab. Mit ca. 1400 Qualitätsgastgebern „Wanderbares Deutschland“ wird dem Gast ein umfangreiches Angebot dargelegt. „Ein Auszug davon stellt sich im Jahresmagazin Ferienwandern 2010 vor. Dieses wird den Besuchern der CMT druckfrisch präsentiert“, kündigt Dicks an. Die DWV-Geschäftsführerin freut sich auf die Sonderausstellung „Fahrrad- & ErlebnisReisen mit Wandern“, denn: „Für den Deutschen Wanderverband ist die CMT zu Beginn des Wanderjahres eine hervorragende Gelegenheit, auf die Angebote der deutschen Gebirgs- und Wandervereine hinzuweisen“.

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reise-report

Geführte Rad- und Wandertouren zur CMT

ADFC und Schwäbischer Albverein bieten - wie bereits in den Jahren zuvor - geführte Touren zur Messe. Wer nicht mit Zug, Bus oder Auto anreisen möchte, kann mit dem ADFC zur Messe radeln oder mit dem Schwäbischen Albverein hin wandern. Die Teilnehmer erhalten freien Eintritt. Wo die Touren des ADFC starten, lässt sich im Internet unter www.adfc-bw.de/cmt abrufen. Die Informationen dort werden laufend aktualisiert. Der Schwäbische Albverein startet mit einer Wandergruppe am Samstag, 16. Januar, um 9 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle „Ruhbank / Fernsehturm“ (U7, U15). Die Wanderung dauert ca. zwei Stunden. Informationen zu der Wanderung können im Internet abgefragt unter: www.schwaebischer-albverein.de (Aktuelles „CMT“). Auskünfte gibt es auch unter der Telefonnummer 0711/22585-0 oder per Mail an: info(at)schwaebischer-albverein.de.

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