Linz und Vilnius sind die beiden Kulturhauptstädte 2009, seit dem 1. Januar. Und nun steht zu lesen, dass Litauens Hauptstadt Vilnius von der Regierung die Mittel zur Durchführung des Mega-Events auf 60 Prozent gekürzt bekommen hat. Allerdings soll man als Stadt, so steht es in den Statuten der Europäischen Union ein hochkarätiges Kulturprogramm auf die Beine stellen.
Was tun, fragt man sich nun in Vilnius. Internationale Künstler sind schon längst gebucht: Gidon Kremer oder die Comédie Française etwa. Das kostet.
Da frage ich mich mal wieder, warum man mit Leuten oder Institutionen klotzen muss, die dabei auch noch ein heiden Geld verdienen. Kunst und Kultur entwicklet sich doch gerade in der Not am besten und von innen heraus. Warum kann man dem Neuen nicht eine Chance geben? Und warum sind solche Größen nicht mal spontan in der Lage, ein Dumping-Angebot zu machen oder gar umsonst aufzutreten?
Wie dem auch sei. Der Besuch der litauischen Hauptstadt kann nur empfohlen werden, dieses Jahr, nächstes Jahr, wann auch immer. Denn trotz aller Schwierigkeiten sind die Städte der drei baltischen Staaten sehenswert und spannend. Und jeder einzelne Besucher bringt notwendig gebrauchtes Geld ins Land. Das tut Vilnius ebenso gut wie den Schwesterstädten Tallin in Estland und Riga in Lettland.
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