Sri Lanka, ehem. Ceylon, ist von der Naturkastastrophe sehr stark betroffen. Die Gegenden um Bentota und Beruwela scheinen stark zerstört zu sein. Nach offziellen Angaben wurden in Sri Lanka 29.700 Menschen getötet, allerdings gelten noch 5000 Menschen als vermisst. rund 1,5 Millionen Menschen sind obdachlos. Der Notstand wurde ausgerufen. Anscheinend ist mehr als die Hälfte der Küste der Insel von den Flutwellen erfasst worden (Quelle: englische Wikipedia). Weil immer mehr Leichen angespült werden, geht man von Opferzahlen in der Höhe von 30.000 aus. Der europäische Koordinator für Hilfe Philippe Nardin rechnet sogar mit bis zu 50.000 Toten.
Ein besonderes Problem ergibt sich aus den 2.000.000 Antipersonenminen, die im Bürgerkrieg zwischen der Regierung und der nach Autonomie strebenden Tamilen-Bewegung am Strand vergraben und nun aus dem Boden herausgespült wurden. Bereits als minenfrei markierte Gebiete stellen nun potentiell wieder eine Gefahr dar.
Quelle: www.wikipedia.de
Sri Lanka bietet derzeit derzeit nach Meinung von Go Asia keine ausreichenden Unterkunftsalternativen an, um im Land selbst umzubuchen.
Quelle: Go Asia
Neben den Hotlines hat das Fremdenverkehrsamt von Sri Lanka diese englischsprachige Internet-Seite eingerichtet, die aktuell über die Folgen der Flutkatastrophe informiert. Unter der Adresse finden sich Angaben zum Stand der Evakuierung von Touristen und Hinweise zu Polizeidienststellen, Krankenhäusern und Fluggesellschaften.
Anlaufstellen für Deutsche Urlauber:
Deutsche Botschaft, 40, Alfred House, Avenue Colombo 3,
Tel: 0094-11-2-580431
Das Außenministerium von Sri Lanka hat eine Hotline eingerichtet, unter der im Ausland lebende Sri-Lanker Informationen aus den Katastrophengebieten erhalten: 0094-11-5361938 oder 0094-11-2422220.
Angehörige deutscher Touristen können sich an das Tourist Board von Sri Lanka wenden. Die Nummer: 0094-112-437061.
Sri Lanka ist das Land, das neben Indonesien am schlimmsten von dem Tsunami heimgesucht wurde. Trotz des großen Leids angesichts 37.000 toter und vermisster Menschen steht für Channa Jayasinghe, Direktor des Fremdenverkehrsamts in Deutschland, im Vordergrund, dass „wir versuchen müssen, die Touristen wieder nach Sri Lanka zu holen“.
Rund 180.000 Menschen seien vom Tourismus abhängig und es drohe ein immenser wirtschaftlicher Schaden, wenn die Urlauber Sri Lanka meiden würden. Er wolle den Eindruck korrigieren, dass Sri Lanka praktisch unbewohnbar sei, wie manche Fernsehbilder suggerierten – „einige Aufnahmen stammten gar nicht aus Sri Lanka“. Fakt sei, dass 47 Hotels mehr oder weniger stark beschädigt worden seien. „25 davon sind derzeit (Mitte Januar 2005) noch geschlossen, aber im Februar sollen zwölf wieder öffnen.“
Bis dahin sollten die Trümmer der Flut beseitigt und die wichtigsten Baderessorts wieder in Betrieb sein. „Wir sind zuversichtlich, dass Sri Lanka im Sommer das gröbste überstanden hat, dann wird Sri Lankan Airlines viermal statt dreimal wöchentlich unser Land von Deutschland aus anfliegen“. Deutsche Charterfluggesellschaften wollten ihren Flugbetrieb nach Sri Lanka in den nächsten Tagen wieder aufnehmen. Das Innere der Insel sowie das Gebiet nördlich und südlich von Colombo seien jetzt schon wieder unproblematisch zu bereisen. „Bis zum kommenden Winter wollen wir wieder den Stand vor der Flutwelle erreicht haben“, gibt Jayasinghe als Ziel aus.