Staus auf dem Weg in den Urlaub

Wie verhalte ich mich richtig im Stau?

Vorsicht am Stauende. Foto: Auto-Reporter/Conti/GP

Unfälle, Baustellen oder das hohe Verkehrsaufkommen führen dazu, dass die Fahrt in den Urlaub oft mit kilometerlangen Staus beginnt. Dadurch kann die Reise zu einem nervenaufreibenden Trip werden. Wie sollen sich Autofahrer verhalten, wenn der Verkehr stockt, und was können sie tun, damit es auf der Fahrt in den Urlaub erst gar nicht so weit kommt, veraten die Tipps der Dekra.

Eine gründliche Planung vor Fahrtantritt ist die beste Versicherung gegen den Frust im Stau. Nach Möglichkeit nicht an einem Freitag, Samstag oder exakt zu Ferienbeginn in einem größeren Bundesland in den Urlaub starten. Besser ist es ein, zwei Tage später oder früher den Urlaub zu beginnen.

Unentbehrlich sind aktuelle Straßenkarten. Selbst wenn das Fahrzeug mit einem Navigationssystem ausgerüstet ist, erleichtert eine Karte die Orientierung, wenn es um Alternativrouten geht. Vor der Fahrt sollten Sie im Internet nach Stauschwerpunkten gucken und eventuelle Umleitungsstrecken ausarbeiten.

Am besten schon vor dem Start Verkehrsfunk hören und die aktuelle Verkehrssituation im Internet abrufen, Suchbegriff "Verkehrsmeldungen" und regionaler Radiosender. Unterwegs den Verkehrsfunk einschalten und auf Umleitungsempfehlungen achten.

Verdichtet sich der Verkehr zur Kolonne, den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern. Dann strengt das Fahren weniger an und außerdem sinkt die Gefahr eines Auffahrunfalls. Bei Verengungen auf allen Spuren ganz nach vorn fahren und mit dem "Reißverschlussverfahren" einfädeln.

Bildet sich ein Stau, beim Heranfahren an das Stauende die Warnblinkanlage einschalten, um die nachfolgenden Fahrzeuge zu warnen. Wer versetzt fährt, sieht weiter nach vorne und kann schneller reagieren, wenn vorausfahrende Autos plötzlich abbremsen.

Häufig ist ein Unfall die Ursache eines Staus. Deshalb sofort eine Gasse für die Rettungsfahrzeuge frei machen. Sie liegt bei zwei- und vierspurigen Fahrbahnen in der Mitte, bei dreispurigen Autobahnen zwischen der linken und der mittleren Spur.

In der Urlaubszeit sind auch vermehrt Stauhelfer des ADAC im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehören Hilfeleistungen nach Unfällen und die Unterstützung der Polizei beim Absichern von Unfallstellen. Ihre Motorräder sind ausgestattet mit Funktelefon, aktuellen Straßenkarten und einem Koffer voll Kinderspielzeug und Erfrischungen. Sie kümmern sie sich während der Zwangspausen um die Reisenden und geben Informationen über Stau-Ursachen und -längen, empfehlen Ausweichrouten, greifen bei kleineren Pannen selbst zum Werkzeug oder rufen per Handy die Kollegen von der Straßenwacht. Dank einer Sondergenehmigung dürfen die ADAC-Motorräder zwischen den stehenden Fahrzeugen durchfahren und den Standstreifen benutzen.

Beim Auflösen des Staus möglichst gleichmäßig fahren und sich dem Verkehrsfluss anpassen. Dann kommt der Verkehr schneller wieder in Gang als bei häufigem Wechsel von Beschleunigen und Abbremsen.

An den Grenzübergängen kann es ebenfalls zu Staus kommen. Auch wenn die europäischen Grenzen aufgrund des Schengenabkommens heute durchlässiger geworden sind, gültige Ausweisdokumente sind ein Muss auf jeder Reise, unter Umständen sogar ein Visum oder Transitvisum. Der ADAC empfiehlt auch die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte sowie den Abschluss einer Auslands-Kranken-Versicherung. Das gilt auch für die Länder der Europäischen Union.

Ein Stau im Tunnel sorgt immer für Unbehagen bei den Verkehrsteilnehmern. Deshalb rät, der Automobilclub von Deutschland (AvD), am Stauende die Warnblinkanlage anzuschalten. Auf keinen Fall sollte gewendet oder rückwärts gefahren werden. Zum voraus fahrendem Fahrzeug sollte ausreichend Abstand gehalten werden und der Motor sollte im Stand ausgeschaltet werden. Achten Sie auf Radio- oder Lautsprecherdurchsagen. Der AvD warnt davor, das Fahrzeug im Tunnel ohne Aufforderung zu verlassen. (ar/nic)

Von Nicole Schwerdtmann

 

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reise-report

Stauwarnungen per Handy

Autofahrer, die sich vor dem Start in den Urlaub über Staus und Wartezeiten informieren möchten, werden vom ADAC mit besseren Verkehrsinformationen per Handy versorgt.

Künftig liefern die Meldungen nicht nur genaue Angaben über Ort und Länge eines Staus, sondern informieren auch über den Trend. Mit dieser wichtigen Zusatzinformation haben Reisende erstmals die Möglichkeit, sich laufend über Prognosen zu einzelnen Verkehrsstaus zu informieren und auf absehbare Veränderungen kurzfristig zu reagieren. Die ADAC-Verkehrsinformationen werden an alle ARD- und privaten Rundfunkstationen übermittelt und sind im Internet unter www.adac.de/verkehr abrufbar.

Über das Handy stehen den Autofahrern zusätzlich gebührenpflichtige Auskunftsdienste zur Verfügung. Aktuell informiert ist man mit der mobilen Rufnummer 22499 der ADAC-StauInfo (0,51 Euro pro Anruf zuzüglich Verbindungskosten) für alle deutschen Mobilfunknetze und aus dem Festnetz über die Nummer 0900 11 22499 (0,62 Euro/Min.). Eine maßgeschneiderte individuelle Beratung rund um Reise und Verkehr im In- und Ausland erhält man mit dem ADAC-Verkehrsservice unter der Kurzwahlnummer 22411 und e-plus unter 11411 (1,10 Euro/Min. zuzüglich Verbindungskosten). Im Festnetz ist dieser Dienst unter 0900 11 22411 zu haben.

Nützlich ist die ADAC-StauInfo 22499 für Urlauber vor der An- und Abreise. So können sich Handybesitzer vor dem Trip ans Ferienziel schon am Start in Deutschland mit Verkehrsinformationen der wichtigsten Reiserouten aus

Österreich, der Schweiz und Norditalien (Holland nur über Operator) versorgen. Auch außerhalb Deutschlands ist die StauInfo erreichbar. Urlaubern wird damit eine wertvolle Planungshilfe für die Rückreise geboten. Noch am Urlaubsort können die Staumeldungen für die wichtigsten Alpenstrecken und für Deutschland abgefragt werden. T-Mobile-Teilnehmer wählen dabei +49 171 25 22499, für Vodafone-Kunden gilt +49 172 12 22499, für e-plus +49 177 22499 und für O2 +49 179 22499.

ADAC-Staukalender

Wer endlose Staukolonnen auf dem Weg zum Urlaubsziel meiden möchte, sollte vor der Reiseplanung einen Blick in den ADAC-Staukalender werfen.  

Das handliche Faltblatt gibt eine kalendarische Übersicht, mit welchem Verkehrsaufkommen an den Wochenenden beziehungsweise an Feiertagen auf den deutschen Fernstraßen zu rechnen ist. Durch unterschiedliche Farben ist auch auf einen Blick zu erkennen, wie sehr die Ferienautobahnen voraussichtlich belastet sein werden.

Darüber hinaus zeigt die Stau-Jahresübersicht anhand einer Karte, welche Abschnitte auf welchen deutschen Fernstrecken und Auslandsrouten in Grenznähe die stauträchtigsten sind. Ferner findet der Autoreisende im Urlaubshelfer die wichtigen ADAC-Rufnummern zur Verkehrssituation in Deutschland sowie die Ferientermine in den einzelnen Bundesländern.

Der Staukalender 2006 ist für ADAC-Mitglieder kostenlos in allen Geschäftsstellen erhältlich und auch im Internet unter www.adac.de herunterzuladen. Dort können sich auch Nichtmitglieder des ADAC die Stauprognose für Ihre Urlaubszeit kostenlos berechnen lassen.

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