Safety first: Reisedokumente
Wer eine längere Reise vorhat, tut gut daran, sich abzusichern. Bewährt hat es sich, von allen Reisedokumenten eine Fotokopie anzufertigen, die Sie getrennt von den Originalen aufbewahren. Sollten die Originale verloren gehen oder gestohlen werden, sind Kopien gerade im Ausland bei der Wiederbeschaffung unschätzbare Hilfen. Neben den Kopien von Pass, Ticket, Führerschein, Impfzeugnis, Travellercheques und Kreditkarte gehören auch zwei Reserve-Passfotos ins Gepäck.
Allgemeine Gesundheitsmaßnahmen
Manche Menschen bekommen Schwindelanfälle, Übelkeit, Schweißausbrüche, Angstzustände oder fühlen sich einfach nur fürchterlich unwohl, wenn sie längere Zeit in einem Auto oder Flugzeug sitzen oder auf einem Schiff reisen. Diese Sympotme werden unter dem Begriff "Reisekrankheit" zusammengefaßt, die sich bei richtigem Verhalten meistens in Grenzen halten lässt.
Auf der Reise
Wenn Sie leicht "seekrank" werden, achten Sie darauf, dass Sie im Bus möglichst weit vorne sitzen. Im Pkw ist der Platz neben dem Fahrer der beste. Im Zug setzen Sie sich in Fahrtrichtung hin. Wenn Sie fliegen, bitten Sie um einen Platz in der Mitte des Flugzeuges. Verzichten Sie auf üppige, schwer verdauliche Mahlzeiten. Meiden Sie Drogen: kein Koffein, kein Nikotin, keinen Alkohol! Damit Sie keinen Durst leiden müssen, sollten Sie sich für alle Fälle etwas zu Trinken mitnehmen: Säfte, Kräutertees, Mineralwasser. Achten Sie auf bequeme, leichte Kleidung, damit der Stoffwechsel und der Blutkreislauf nicht zusätzlich beeinträchtigt werden. Auch Ihre Schuhe dürfen nicht zu eng sein. Auf langen Reisen sollten Sie sie vielleicht ausziehen. Denken Sie dann an dicke Socken oder Hausschuhe. Stehen Sie mindestens einmal pro Stunde auf, strecken Sie sich, spannen Sie alle Muskeln an.
Flugzeugluft ist trocken. Nehmen Sie daher Feuchtigkeitscreme oder -spray für Gesicht und Hände mit. Ein bisschen Fettcreme für die inneren Nasenwände ist angenehm und verringert die Gefahr bakterieller Infektionen. Kontaktlinsenträger sollten "künstliche Tränen" aus der Apotheke dabei haben. Noch besser: die Linsen draußen lassen und eine Brille aufsetzen.
Vielflieger sind einer erhöhten radioaktiven Bestrahlung ausgesetzt. In diesem Fall sollten Sie vorsorglich Selen und b-Karotin einnehmen.
Menschen, die an Blutarmut oder schweren Herz-Kreislauf-Beschwerden leiden sowie Hochschwangere sollten besser gar nicht fliegen. Sprechen Sie vorher unbedingt mit Ihrem Arzt darüber.
Jet Lag
So nennt man die Zeitverschiebung, die stattfindet, wenn Sie weite Strecken in westlicher oder östlicher Richtung fliegen. Ihre "innere Uhr" stimmt nicht mit der Zeit Ihres Ankunftsortes überein. Sie sind dann tagsüber todmüde und abends hellwach. Um dadurch nicht die ersten Urlaubstage zu verschlafen, sollten Sie, wenn es geht, Ihre Schlafens- und Essenszeiten schon zuhause schrittweise an die Zeit ihres Urlaubsortes anpassen. Nach der Ankunft versuchen Sie am besten sofort, mit der neuen Zeit zu leben. Verbringen Sie viel Zeit im Freien und essen Sie anfangs etwas mehr Käse, Joghurt und Fleisch. Die erhöhte Zufuhr von tierischem Eiweiß regt die Ausschüttung von Stress-Hormonen an und macht munterer. Ausnahmweise können für die ersten paar Nächte leichte Schlaftabletten angebracht sein (fragen Sie in der Apotheke). Manchmal hilft auch schon eine Flasche Bier vor dem ins Bett gehen.
Vorsicht Sonne
Bevor Sie sich extremer Urlaubssonne aussetzen, sollten Sie sich im heimischen Solarium vorbräunen lassen. Muten Sie Ihrer Haut gerade bei den ersten Sonnenbädern nicht zu viel zu. Schützen Sie sich vor allem am Anfang mit Sonnenschutzmitteln, die einen hohen Lichtschutzfaktor haben, denn die aggressiven UV-Strahlen dringen tief in die Haut ein. Sie können die elastischen Fasern zerstören und eine vorzeitige Hautalterung bewirken. Außerdem sind sie für Sonnenallergien verantwortlich. Vergessen Sie auch nicht, eine Kopfdeckeung aufzusetzen.
Wenn Sie in ein Land mit heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit fahren, können Sie sich durch Sauna oder "türkische Bäder" darauf vorbereiten. Ansonsten gilt es, dieselben Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und sich nur wohldosiert zu sonnen.
Reiseapotheke
Egal, ob Sie in die heimischen Alpen reisen oder im Jemen bergwandern, ohne Reiseapotheke sollten Sie sich nicht auf den Weg machen - auch wenn Sie sonst nie Medikamente einnehmen. Viele Wehwehchen lassen sich leicht selbst behandeln. Und im fremdsprachigen Ausland vermeiden Sie obendrein lästige Sprachprobleme, wenn Sie Selbstversorger sind.
Wenn Sie nicht ganz alltägliche Medikamente und Spritzenmaterial benötigen, lassen Sie sich bei Auslandsreisen vorsichtshalber von Ihrem Arzt ein Attest mitgeben, aus dem hervorgeht, dass es sich ausschließlich um Mittel für Ihren persönlichen Gebrauch handelt.
Tipp: Viele Medikamente zersetzen sich bei zu hohen Temperaturen und werden unwirksam. Sie können sich auch im Koffer in der prallen Sonne auf mehr als 70 Grad aufheizen. Schutz bietet eine Haushalts-Alufolie oder, umwelfreundlicher, eine Kühlbox.
Neben Ihren persönlichen Medikamenten gehören unbedingt in Ihre Reiseapotheke:
• Mittel gegen Erkältung, Husten, Halsweh, gegen Durchfall und Verstopfung
• Schmerzmittel gegen Kopf- und Zahnweh
• Tabletten oder Kaugummi gegen Reiseübelkeit
• Wundverband, Pflaster, Salbe gegen Prellungen und Verstauchungen sowie elastische Binden
• Mückenschutzmittel, kühlende Salbe gegen den Sonnenbrand
• Mittel gegen Pilzinfektionen, Pinzette, Fieberthermometer, Fieberzäpfchen und leichte Erkältungsmittel für Kinder