Tipps für die Urlaubsreise mit dem Auto

Tipps für die Urlaubsreise mit dem Auto

Wer die Fahrt in den Urlaub richtig plant, kommt entspannter an. Foto: Auto-Reporter/ADAC

Die Fahrt mit dem Auto kann zum Stress ausarten - oder schon ein halbwegs entspannter Teil der kommenden Urlaubsfreuden sein. Die optimale Reisevorbereitung fängt vor der Abfahrt an. Wir haben zehn Tipps für das entspannte Reisen zusammen gestellt.

Tipp 1: Auto checken.

Schließlich ist es für die nächsten Wochen wichtigster Begleiter. Ölstand und Scheibenwaschwasser, Reifendruck, Profiltiefe, Bremsen und Beleuchtung sollten kontrolliert werden. Bei voller Beladung und hoher Geschwindigkeit muss der Reifendruck erhöht werden. Mindestens 1,6 Millimeter Profil sind Pflicht, starten sollten man mit solch abgefahrenen Reifen aber nicht mehr. Wer sein Auto nicht selber prüfen will: Werkstätten bieten oft schon einen ausgiebigen Urlaubs-Check für kleines Geld an.

Tipp 2: Strecke planen.

Wer kein Navigationsgerät hat, sollte die Streckenführung und die wichtigen Knotenpunkte mit dem Beifahrer durchsprechen und für das Auto griffbereit aufschreiben - oder über einen der Routenplaner im Internet Fahrtroute ausarbeiten lassen und ausdrucken. Alternativrouten bereithalten für bekannte Stau-Engpässe. Automobilclubs helfen ebenfalls bei der Planung der Fahrtstrecke. Für Selbstplaner: Kaufen Sie sich neue Karten.

Tipp 3: Packen mit System.

Schon am Vortag der Abreise sollte das Auto gepackt werden, am besten mit Hilfe einer Checkliste. Das entlastet die Familie am Tag der Abreise. Wird der Platz knapp: Abhilfe schaffen Dachboxen oder spezielle Gepäckträger. Vorsicht: Bei der Beladung des Fahrzeuges darf die vorgeschriebene Dachlast nicht überschritten werden. Unterwegs bei jeder Pause prüfen, ob noch alle Schrauben fest sitzen. Im Kofferraum heißt es ebenfalls "Packen mit Köpfchen". Schwere Gegenstände gehören ganz nach unten und direkt an die Stirnwand des Kofferraums. Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten müssen immer obendrauf gepackt werden, damit sie im Notfall schnell zur Hand sind.

Tipp 4: Unterlagen bereit halten.

Die wichtigsten Reisedokumente gehören griffbereit in die Handtasche oder einen kleinen Rucksack. Pässe, Grüne Versicherungskarte, Fahrzeugschein, Buchungsunterlagen, Versicherungspolicen, Schutzbriefe, die Telefonnummer der Fahrzeug-Mobilitätsgarantie, eventuell die Fährenreservierung oder die Nummer des Hotels - wenn es später wird. Profis machen sich von den wichtigsten Dokumenten eine Kopie und verstauen sie im Koffer. So lassen sich leicht Ersatzpapiere beschaffen, wenn die Originale geklaut werden.

Tipp 5: Kompetenzen klären.

Wenn es um die Sicherheit geht, kann der Beifahrer eine Hilfe sein. Vier Augen sehen mehr als zwei. Ständige Besserwisserei führt aber zu Anspannung, von Urlaubslaune ist dann schnell nichts mehr zu spüren.

Tipp 6: Ausgeruht starten.

Starten Sie nie am Tag des Ferienbeginns, das machen schon alle anderen. Schlecht ist auch der Freitag darauf, da kommen nämlich zum Urlaubs- und Reiseverkehr auch noch Pendler, Berufs- und Güterverkehr hinzu. Am empfehlenswertesten ist der Sonntag, weil dann wenigstens keine Lastwagen unterwegs sind. Nachtfahrten sind verlockend wegen der leeren Straßen, aber unfallträchtig. Am besten: Ausgeruht am (frühen) Vormittag losfahren.

Tipp 7: Was tun im Stau?

Halten Sie immer eine Rettungsgasse frei, verlassen Sie Ihr Fahrzeug nur, wenn Sie sich hundertprozentig sicher sind, dass keine Gefahr droht und bleiben Sie auf jeden Fall in der Nähe des Wagens. Es ist immer wieder rätselhaft, mit welcher Geschwindigkeit sich oft kilometerlange Staus auflösen, dann sollte man nicht der Grund für einen neuen Stau sein.

Tipp 8: Richtig essen und trinken.

Schweres, fetthaltiges und blähendes Essen meiden. Am besten eine leichte, gut verdauliche Mahlzeit ein bis zwei Stunden vor der Abfahrt zu sich nehmen, später dann mehrere kleine Zwischenmahlzeiten während der Reise. Dem Durst begegnet man am besten mit Mineralwasser, leicht gesüßtem Tee und Fruchtsaftschorle. Sie versorgen den Körper nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Mineralsalzen und Spurenelementen, die mit dem Schweiß ausgeschieden werden. Kühltasche mitnehmen, Getränke bleiben länger kühl, Essen appetitlicher.

Tipp 9: Was tun bei einer Panne?

Grundregel Nummer eins: Ruhe bewahren. Auf der Autobahn ist es am wichtigsten, das Pannenfahrzeug so abzusichern, dass es für den nachfolgenden Verkehr gut erkennbar ist und keine Gefahr darstellt. Jetzt heißt es für die Familie schleunigst raus aus dem Pannenfahrzeug und runter von der Fahrbahn. Der sicherste Platz ist immer noch in angemessenem Abstand hinter der Leitplanke. Ein Warndreieck muss in angemessenem Abstand (mindestens 50, besser 100 Meter) hinter dem Fahrzeug aufgestellt werden, die Warnblinkanlage eingeschaltet sein. Wer kein Handy dabei hat: Alle zwei bis vier Kilometer finden sich auf der Autobahn Notrufsäulen, um schnellstmöglich zur nächsten Notrufsäule zu kommen, muss man einfach nur den Richtungspfeilen auf den Straßenpfosten folgen. Eine Bedienungsanleitung findet sich auf der Klappe der Notrufsäule. Mit Handy: Vor dem Anruf klären, wo man sich genau befindet - das erspart peinliches Herumgestottere.

Tipp 10: Verkehrsregeln beachten.

In Österreich, der Schweiz, Italien und auch Frankreich können die Strafen für Verkehrssünder drakonische Ausmaße annehmen, außerdem wird meist sofort zur Kasse gebeten. Achtung: gerade in Österreich achten die Gendarmen darauf, dass auch die Autobahnvignette an die Windschutzscheibe geklebt wurde. Mogeleien können sehr teuer werden. Befindet sich mindestens eine Pannenweste im Fahrzeug? Die ist zum Beispiel in Österreich und Italien Pflicht. (auto-reporter-net/kju)

Von Klaus Justen

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