Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Im Norden subtropisches Klima mit kühlen Wintern (Hanoi:
Januarmittel 16,5° C, Julimittel 29° C) Süden tropisch mit wenig
schwankenden Temperaturen (Ho-Chi-Minh-Stadt ganzjährig um 27° C);
Hauptregenzeit von April bis Oktober.
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung
(d)
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(e)
bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in
bestimmten ländlichen Gebieten.
Reisebedingung 1: Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2: Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3: Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
mittleres Risiko
(höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) vor allem im zentralen
Hochland unterhalb 1.500 m südlich des 18. Breitengrades mit den Provinzen Kon
Tum, Gia Lai, Dak Lak, Binh Phuoc und Dak Nong sowie im Hinterland der
Küstenprovinzen Quang Tri, Ninh Thuan, Quang Nam und Khanh Hoa; weniger
ausgeprägt im gesamten Süden mit dem Mekong-Delta und den nach N
anschließenden Küstenregionen bis Nha Trang, im Norden nördlich und westlich
von Hanoi (Grenzgebiete zu Yunnan/China und Laos), dort besonders in den
Sommermonaten Mai-September;
geringes oder
kein Risiko in der
Umgebung von Ho Chi Minh-Stadt, in den Küstenregionen nördlich von Nha Trang
einschließlich des Red River-Deltas mit dem Großraum Hanoi;
Stadtgebiete gelten als malariafrei
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur
notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art
und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren
Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten).
Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Durchfallerkrankungen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit, auch Cholera
kommt vor. Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten.
Dengue: Landesweit wurden laut WHO im Jahr 2011 bis Ende November
mehr als 63.600 Erkrankungen und 59 Todesfälle gemeldet. 87% der Fälle traten
im Süden des Landes auf, besonders betroffen ist Ho Chi Minh Stadt mit
mindestens 10.000 Erkrankungen. Dort steigen die Zahlen auch jetzt noch an
entgegen dem rückläufigen Trend insgesamt. 2010 gab es insgesamt 128.831
Fälle und mindestens 12 Todesfälle. Schutz vor den überwiegend tagaktiven
Stechmücken beachten.
Japanische Enzephalitis
(JE): Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind seit Anfang Juni
120 Menschen in 15 Provinzen an JE erkrankt, bisher sind 7 Todesfälle
bestätigt. Der Norden inklusive Hanoi ist am stärksten betroffen, jedoch
werden auch Fälle aus Ho-Chi-Minh-Stadt berichtet. Schutz vor überwiegend
nachtaktiven Stechmücken beachten, bei Besuchen ländlicher Gebiete ist die
Impfung zu empfehlen.
Vogelgrippe: Wie die WHO bestätigte, ist ein 18-Jähriger am 16. Januar
an Vogelgrippe verstorben. Er arbeitete auf einer Entenfarm im Mekong-Delta. Am
28. Januar verstarb eine 26-jährige Frau aus der Soc Trang Provinz, ebenfalls
im Mekong Delta. Im April 2010 gab es zuletzt eine bestätigte
Vogelgrippe-Infektion bei einem Vietnamesen. Damit beläuft sich die Gesamtzahl
menschlicher Erkrankungen seit 2003 in Vietnam auf mit Todesfällen. Bei allen
Betroffenen ließen sich entsprechende Tierkontakte nachweisen.
Medizinische Versorgung: Außerhalb der Städte ist mit erheblichen Engpässen bei der
ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Adaequate Ausstattung
der Reiseapotheke
(Zollbestimmungen beachten, Begleitattest ratsam), Auslandskrankenversicherung mit Abdeckung des
Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle dringend empfohlen.
Tollwut: Moderne Gewebekultur-Impfstoffe und homologes Immunglobulin
im Land schwer erhältlich. Im Bedarfsfall an deutsche Vertretung
(Vertrauensarzt) wenden. Bei vorhersehbarem Risiko prophylaktische Impfung vor
Reise empfohlen.
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.
Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.