Vier Wohnmobile im Test

Die Bremsen waren meist überfordert

Der ADAC testete vier Wohnmobile auf unterschiedlichen Fahrgestellen.
Waghalsiges Bremsmanöver mit dem Ford Transit.
In Schieflage: Der Ford Transit beim Bremsen.
Mercedes Sprinter: Große Probleme beim Elch-Test.
Wohnmobilcheck: Auch innen muss jeder Griff sitzen.

Schlechte Nachricht für Wohnmobil-Freunde: Bei Testfahrten haben ADAC-Experten an den Fahrgestellen von so genannten teilintegrierten Wohnmobilen Sicherheitsmängel aufgedeckt. Drei der vier meistverkauften Basisfahrzeuge für Wohnmobile (Fiat Ducato 2,8; Ford Transit 2,0; Mercedes Sprinter 2,7) versagten beim Bremstest – mit dem Testurteil „mangelhaft“.

Sehr bedenklich war auch das Ergebnis beim Wohnmobil-Elchtest: Der Mercedes Sprinter drohte gar umzukippen, so dass der Test abgebrochen werden musste.

Das allgemein schlechte Ergebnis beim Bremstest ist nach Ansicht der ADAC-Techniker auf zu schwach dimensionierte Bremsen zurück zu führen. Die Fahrzeuge können über 120 km/h fahren und sind in der Regel voll beladen. Damit sind die Bremsen schlicht überfordert sind. An diesem Problem müssen die Hersteller nach Meinung des Automobilclubs schnellstens arbeiten. Einziger Lichtblick beim Bremstest war das Wohnmobil auf Renault-Basis mit der Note „gut“. Wenn der Renault Master bereits steht, sind die Konkurrenten noch mit 36 beziehungsweise 38 km/h unterwegs. In den übrigen Testbereichen Antrieb/Motor und Komfort – untersucht unter anderem auf einer Testtour ans Nordkap – hatte dagegen der Mercedes Sprinter die Nase vorn.

Grund für das gefährliche Kippen des Mercedes Sprinter beim Elchtest ist laut ADAC ein fehlendes elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP), auf das Mercedes beim Basisfahrzeug des Wohnmobils verzichtet hat. Bei den Transportern auf gleicher Basis ist ESP dagegen seit 2003 aus gutem Grund Serie. Als Konsequenz aus dem Elchtest fordert der ADAC erneut, auch für Wohnmobile und Transporter serienmäßig ein elektronisches Stabilitäts-Programm anzubieten.

Wegen der zu langen Bremswege bei voller Beladung rät der ADAC den Fahrern von Wohnmobilen zu besonders vorausschauender Fahrweise. Bei Bergfahrten empfiehlt es sich, die Motorbremswirkung zu nutzen. Ein zusätzlicher Anhänger sollte in jedem Fall eigene Bremsen haben.

In das Gesamturteil des ADAC-Wohnmobilvergleichs fließen Testergebnisse der Bereiche Sicherheit (30 Prozent), Antrieb/Motor (30) und Komfort (40) ein. Die Gesamtnoten lauten: Renault Master: Note 2,6 („befriedigend“), Ford Transit: 3,0 („befriedigend“), Fiat Ducato: 3,2 („befriedigend“), Mercedes Sprinter: 4,6 („mangelhaft“) – abgewertet wegen mangelhafter Sicherheit.

Die Testergebnisse im Überblick. Quelle: ADAC.

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