Urlaub auf der Halbinsel Akamas und im Troodosgebirge

Schon im frühen Frühjahr präsentiert sich Zypern als blühendes Paradies für Wanderer und Biker. So wie hier auf der Halbinsel Akamas. Fotos: Wolfgang Seitz/edition VASCO

Wandern und Biken auf der Insel der Aphrodite

Paphos ist beliebter Ausgangspunkt für Exkursionen ins Troodosgebirege und zur Halbinsel Akamas.
Die Lazaruskirche in Larnaka darf bei keiner Besichtigungstour fehlen.
Rad-Guide Geri kennt die Insel wie seine Westentasche.
Eingang zum Bad der Aphrodite.
Erholsam und sportiv zugleich: die Clubanlage von Aldiana auf Zypern (Foto: Aldiana)
Gut gepflegt sind die Wanderwege durch die schroffe Natur des Troodos.

Zypern, das schroffe Eiland, in dem Aphrodite als schaumgeborene Göttin der Liebe aus dem Meer gestiegen sein soll, lockt Urlauber mit mehr als 320 Sonnentagen im Jahr. Sonnige Aussichten bestehen damit zu jeder Saison. Besonders im Frühling, wenn die ganze Insel blüht.

Das drittgrößte Eiland im Mittelmeer hat Reisenden viel mehr zu bieten als gutes Wetter, Strand und Meer. Es ist vor allem ein Ort der Mythen. Hier treffen sich Orient und Okzident. Und hier werden die alten griechischen Sagen wieder lebendig - wenn man sich die Zeit nimmt und richtig hinguckt.

Das ursprüngliche, geheimnisvolle Zypern, fernab vom Strandtrubel zwischen Bungeejumping und Bananaboat-Riding, lässt sich besonders schön im Troodos-Gebirge erleben. Auf dem Weg dorthin lohnt sich ein Abstecher nach Kourion, der eindrucksvollsten Ruinenstadt im Süden Zyperns. Ihre Blütezeit hatte die Siedlung, die von Archäern gegründet worden ist, unter den Ptolemäern und Römern. Am beeindruckendsten ist das Amphitheater, das 3500 Zuschauern Platz bietet. Hier werden auch heute noch Theaterstücke gespielt.

Postkartenidylle dann im Weinort Omodos: weiße, windschiefe Häuser mit blauen Türen und roten Geranien, auf Treppen schlafende Katzen und stickende Frauen.

Und weiter geht es zum Olymp, mit 1951 Metern zwar nicht der „echte“ Sitz der griechischen Götterwelt, sondern der höchste Gipfel des Troodos-Gebirges. Gut eineinhalb Stunden dauert die Wanderung über den Naturlehrpfad zum Kaledonia-Wasserfall, vorbei an Kiefern und Schwarzpappeln. Der Weg bietet Spaziergängern selbst im Hochsommer ausreichend Schatten. Zypern gehört zu den waldreichsten Mittelmeerinseln. Auf 18 Prozent der Landesfläche wachsen Bäume, vor allem Kiefern.

Ein echtes Highlight, besonders im Frühling, ist eine Tour auf die Halbinsel Akamas. Hierher geht man nicht einfach „nur“ zum Wandern. Erleben und genießen lässt sich dieser wohltuend ruhige und pastellige Landstrich am besten mit einem versierten Naturkenner. Einige örtliche Veranstalter haben sich darauf spezialisiert. Wie etwa Michalis Yiangou, ein profunder Kenner der regionalen Flora und Fauna. Mit dem Landrover holt er seine Gäste vom Hotel ab, führt sie durch kontrastreiche Landschaften, durch Berge und Täler, Weinberge und Obstplantagen, durch fast vergessene Dörfer, die noch ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Für die Bevölkerung eher tragisch, für die Natur von Vorteil: die Halbinsel Akamas ist von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes nahezu unberührt geblieben.

Dadurch zählt die Halbinsel, so Michalis, der seit einem langen Aufenthalt in Österreich fließend Deutsch spricht, zu den drei wichtigsten Flora-Zonen Europas. Um die 600 verschiedene Pflanzenarten wachsen hier, 35 davon sind endemisch, kommen also nur hier vor. Und auch ein wenig Geschichtsunterricht darf nicht fehlen. Der Name kommt vom sagenhaften griechischen Helden Akamas, dem Sohn des Theseus, den es nach dem Trojanischen Krieg nach Zypern verschlagen hatte und der hier die Stadt Akamantis gründete. In Akamas sind auch Aphrodite und Adonis in Liebe zueinander entbrannt.
Daher gibt es hier den Aphrodite-Wanderweg und den Adonis-Wanderweg, beide 7,5 Kilometer lang, die man gemütlich in etwa drei Stunden abwandern kann.

Wer nicht so sehr auf Schusters Rappen steht, dem sei empfohlen, die Touren mit dem Rad zu machen. Zypern ist ein kleines, noch relativ unbekanntes Paradies für Radfreunde. Ob gemütlich in den Küstenregionen oder kraftvoll bergauf, bergab mit dem Mountain-Bike. Jeder kann hier nach seinem Geschmack glücklich werden. Räder leiht man vor Ort. Und am besten da, wo Radprofis mit von der Partie sind: Beispielsweise im Radcenter Aldiana Zypern bei Geri Schrempf. Der Österreicher kennt die Touren auf der Insel aus dem Effeff und weist seinen Schützlingen den rechten Weg (Info: www.zypernbike.de). Sportlicher Höhepunkt ist die „Besteigung“ des Olymp mit dem Bike...  Kühl kann es dort oben auf dem Thron der Götter werden, und windig. Der Rundblick entschädigt für die Mühen. Die wetterfeste Bikerjacke tut wohl – und sie schützt den nassgeschwitzten Körper beim rasanten Downhill.
Nach langer Wanderung und geradelten Höhenmetern tut der Tavernenstop gut. Fisch ist angesagt und davor köstliche Mezedes, Mengen an leckeren Vorspeisen, die in Zypern auf kleinen Tellerchen auf den Tisch kommen. Besonders gut schmeckt es im „Captain’s Table“ in Zygi, etwas nördlich von Paphos an der alten Straße Limassol – Nicosia. Ein Mahl, für das man keine Worte findet. Oder doch: göttlich. So müssen sie damals auf dem Olymp getafelt haben.

Wolfgang Seitz

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www.visitcyprus.com

www.cyprustourism.org

Zypern-Links

www.zypern.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Zypern

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